CDU lässt ver­schul­de­te Kom­mu­nen im Stich

Drei Mona­te vor der Kom­mu­nal­wahl lässt die CDU die Mas­ke fal­len und stellt klar, dass die Kom­mu­nen mit einer hohen Alt­schul­den­last von ihr nichts zu erwar­ten haben“, stellt Frank Bara­now­ski fest. Damit zemen­tiert die CDU im Land die Ungleich­heit, die es zwi­schen finanz­schwa­chen, ver­schul­de­ten Kom­mu­nen und ver­gleichs­wei­se wohl­ha­ben­den Kom­mu­nen in NRW gibt.“

Dies schließt der Vor­sit­zen­de der SPD-Kom­mu­nal­po­li­ti­ker in NRW und Ober­bür­ger­meis­ter von Gel­sen­kir­chen aus den Äuße­run­gen des CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den im Land­tag, Bodo Lött­gen. Der hat­te im Land­tag erklärt, die CDU set­ze nicht mehr auf eine Ent­schul­dung der Kommunen.

Der Koali­ti­ons­aus­schuss der Bun­des­re­gie­rung hat mit dem Kon­junk­tur­pa­ket weit­rei­chen­de Hil­fe für die Kom­mu­nen beschlos­sen. Zugleich wur­de klar signa­li­siert, dass bei den Alt­schul­den­hil­fe die betrof­fe­nen Län­der in der Ver­ant­wor­tung ste­hen. Daher rich­ten sich nun die Bli­cke der Kom­mu­nen auf die CDU-FDP-Lan­des­re­gie­rung und Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet in Düsseldorf.

Lei­der kommt aus Düs­sel­dorf nicht das, was wir erwar­tet haben, son­dern nur ein Signal: wir hel­fen den Kom­mu­nen in unse­rem Land nicht“, so die Ein­schät­zung von Bara­now­ski. Das ist glat­ter Wort­bruch.“ Noch im Novem­ber 2019 erklär­te die Kom­mu­nal­mi­nis­te­rin: Die Lan­des­re­gie­rung von Nord­rhein-West­fa­len hat immer ihre Bereit­schaft erklärt, selbst einen sub­stan­ti­el­len Bei­trag zur Lösung der Alt­schul­den­pro­ble­ma­tik sei­ner Kom­mu­nen zu leis­ten.“ (vgl. https://​www​.land​.nrw/​d​e​/​p​r​e​s​s​e​m​i​t​t​e​i​l​u​n​g​/​m​i​n​i​s​t​e​r​i​n​-​s​c​h​a​r​r​e​n​b​a​c​h​-​h​i​s​t​o​r​i​s​c​h​e​-​c​h​a​n​c​e​-​z​u​m​-​a​b​b​a​u​-​v​o​n​-​a​l​t​s​c​h​u​l​d​e​n​-​n​u​t​zen)

Die­se Aus­sa­ge ent­puppt sich heu­te“, so Bara­now­ski, als offen­sicht­lich falsch. Die Lan­des­re­gie­rung hat damit den Kom­mu­nen über Jah­re hin­weg Sand in die Augen gestreut, in dem sie den Ein­druck erweck­te, sie wol­le wirk­lich helfen.“

Bara­now­ski sieht in der end­gül­ti­gen Ableh­nung von Alt­schul­den­hil­fe für die NRW-Kom­mu­nen auch einen Ver­stoß gegen den Koali­ti­ons­ver­trag von CDU und FDP. Dort wur­de auf Sei­te 73 eine Lösung der Alt­schul­den­pro­ble­ma­tik versprochen.

Der 13. Sep­tem­ber wird damit nicht nur der Tag der Kom­mu­nal­wahl sein, son­dern auch ein Urteil der ver­schul­de­ten Kom­mu­nen in NRW über die gebro­che­nen Wahl­ver­spre­chen der CDU fäl­len“, ist sich Gel­sen­kir­chens Ober­bür­ger­meis­ter sicher.