Bund und Län­der eini­gen sich in Tei­len zu Las­ten der Kommunen

Der Vor­sit­zen­de der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und Kom­mu­nal­po­li­ti­ker in NRW, Gel­sen­kir­chens Ober­bür­ger­meis­ter Frank Bara­now­ski, kri­ti­siert Tei­le die Eini­gung des Bun­des und der Län­der zur wei­te­ren Finan­zie­rung der Flücht­lings­kos­ten als Geschäft zu Las­ten Drit­ter, näm­lich zu Las­ten der Kommunen“. 

Bara­now­ski lobt, dass der Bund auch künf­tig die Kos­ten für Unter­kunft und Hei­zung bei aner­kann­ten Asyl­be­wer­bern voll­stän­dig erstat­tet. Eben­so erstat­tet der Bund wei­ter­hin die Kos­ten für unbe­glei­te­te min­der­jäh­ri­ge Flücht­lin­ge in Höhe von 350 Mil­lio­nen Euro jähr­lich. Wei­ter gewährt der Bund 670 Euro pro Per­son und Monat wäh­rend des Asyl­ver­fah­rens in Höhe von meh­re­ren hun­dert Mil­lio­nen Euro, die kon­kret abge­rech­net werden.

Für das fal­sche Signal hält der Vor­sit­zen­de der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Gemein­schaft für Kom­mu­nal­po­li­tik (SGK NRW) aber, dass die bis­he­ri­ge Inte­gra­ti­ons­pau­scha­le stu­fen­wei­se abge­senkt wird.

Eben­so fehlt eine ver­läss­li­che Eini­gung dar­über, wie mit den Kos­ten für gedul­de­te Flücht­lin­ge in Zukunft ver­fah­ren wird. Hier­für geben die Kom­mu­nen in NRW rund 700 Mio. Euro pro Jahr aus, wie Berech­nun­gen des Städ­te- und Gemein­de­bun­des NRW ergeben.

Bara­now­ski sieht hier ins­be­son­de­re das Land in der Pflicht und for­dert NRW-Minis­ter­prä­si­dent Laschet auf, die­se Kos­ten dau­er­haft zu übernehmen.

Er ver­weist bei der Debat­te auch auf die Rede des Bun­des­prä­si­den­ten Frank-Wal­ter Stein­mei­er. Die­ser hat­te Mitt­woch auf der Haupt­ver­samm­lung des Deut­schen Städ­te­ta­ges in Dort­mund den Kom­mu­nen in der Fra­ge der Flücht­lings­fi­nan­zie­rung den Rücken gestärkt und sie ermun­tert, selbst­be­wusst Unter­stüt­zung von Bund und Län­dern einzufordern.
Die Städ­te und Gemein­den in NRW erwar­ten zu Recht dau­er­haf­te und aus­rei­chen­de Hil­fen von Bund und Land bei dem Genera­ti­ons­pro­jekt der Inte­gra­ti­on geflüch­te­ter Men­schen“, so Bara­now­ski. Als Aus­fall­bür­ge für feh­len­de finan­zi­el­le Zuwei­sun­gen von Bund und Land ein­zu­tre­ten, dazu haben die Kom­mu­nen nicht die Kraft.“