Bara­now­ski: NRW lässt die Kom­mu­nen im Stich!

Zur geplan­ten Ent­hal­tung von NRW bei der Abstim­mung zur Grund­steu­er­re­form im Bun­des­rat, erklärt der Vor­sit­zen­de der SPD-Kom­mu­na­len (SGK NRW) und Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Gel­sen­kir­chen, Frank Bara­now­ski: Die lan­ge über­fäl­li­ge Grund­steu­er­re­form hat erheb­li­che Bedeu­tung für die finan­zi­el­le Hand­lungs­fä­hig­keit unse­rer Städ­te und Gemein­den. Hin­ter der seit lan­gem über­fäl­li­gen Reform ste­hen rund 3,5 Mil­li­ar­den Euro Ein­nah­men für die Kom­mu­nen in NRW. Wie kann es sein, dass die NRW-Lan­des­re­gie­rung in die­ser wich­ti­gen Fra­ge kei­ne Mei­nung hat und sich im Bun­des­rat ent­hal­ten will? Sind Herrn Laschet die NRW-Kom­mu­nen egal? “ 

Mit­te März haben sich Bund und Län­der beim The­ma Grund­steu­er­re­form dar­auf ver­stän­digt, den for­ma­len Gesetz­ge­bungs­pro­zess zur Grund­steu­er­re­form zügig zu begin­nen. Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um wird dar­um in Kür­ze einen ent­spre­chen­den Gesetz­ent­wurf vor­le­gen. Damit könn­te die Reform noch in die­sem Jahr abge­schlos­sen werden.

Die bis­he­ri­ge Ver­stän­di­gung erfüllt nach Ein­schät­zung von Frank Bara­now­ski die SPD-Kern­for­de­run­gen an die Reform. So soll sich die Grund­steu­er auch künf­tig an der wirt­schaft­li­chen Nut­zung der Gebäu­de ori­en­tie­ren und nicht, wie von Bay­ern gefor­dert, nur die Flä­che berück­sich­ti­gen. Die Steu­er­ver­güns­ti­gun­gen für genos­sen­schaft­li­che, öffent­li­che und gemein­nüt­zi­ge Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten sowie für den sozia­len Woh­nungs­bau sind aus sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Sicht ein wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein für die För­de­rung des preis­güns­ti­gen Wohnens.

Die Städ­te und Gemein­den in NRW erwar­ten zu Recht, dass sich die NRW-Lan­des­re­gie­rung kon­struk­tiv an die­sem Ver­fah­ren betei­ligt und am Ende dem gefun­de­nen Kom­pro­miss auch zustimmt. Stimmt NRW dage­gen oder ent­hält NRW sich, dann muss der Minis­ter­prä­si­dent auch zusa­gen, dass das Land die mög­li­chen Ein­nah­me­aus­fäl­le bei einem Schei­tern des Gesetz­ge­bungs­ver­fah­rens, mit rund 3,5 Mil­li­ar­den Euro jähr­lich kom­plett kom­pen­sie­ren wird“, for­dert Frank Baranowski.