Bund und Län­der in der Pflicht!

Die Gesetz­ge­ber müs­sen unver­züg­lich han­deln! Mit dem heu­te ver­kün­de­ten Urteil hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die bis­he­ri­ge Bewer­tung des Grund­ver­mö­gens anhand alter Ein­heits­wer­te aus den Jah­ren 1964 und in Ost­deutsch­land sogar von 1935 für nicht mehr ver­fas­sungs­kon­form erklärt. 

Um die Grund­steu­er und ihr Auf­kom­men für die Kom­mu­nen nicht zu gefähr­den, muss bis spä­tes­tens Ende 2019 eine neue gerech­te und rechts­si­che­re Rechts­grund­la­ge für die Erhe­bung der Grund­steu­er auf Grund­la­ge der Maß­ga­ben des Ver­fas­sungs­ge­richts­ur­teils geschaf­fen wer­den. Bis zum 31.12.2024 muss eine neue Bemes­sungs­grund­la­ge ange­wandt wer­den können. 

Im Koali­ti­ons­ver­trag der Regie­rungs­par­tei­en im Bund heißt es dazu: Die kom­mu­na­len Steu­er­quel­len wer­den wir sichern. Die Grund­steu­er ist eine unver­zicht­ba­re Ein­nah­me­quel­le der Kom­mu­nen. Die­se wird unter Beach­tung der Vor­ga­ben des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, der Siche­rung des der­zei­ti­gen Auf­kom­mens sowie unter Bei­be­hal­tung des kom­mu­na­len Hebe­satz­rech­tes neu geregelt.“ 

Jetzt müs­sen Bund und Län­der lie­fern und den Koali­ti­ons­ver­trag umset­zen. Jede wei­te­re Ver­zö­ge­rung wäre ein nicht hin­nehm­ba­res finanz­po­li­ti­sches Fiasko.“