Natio­na­le Bil­dungs­al­li­anz ist gut für die Kommunen

Die Sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Gemein­schaft für Kom­mu­nal­po­li­tik in Nord­rhein-West­fa­len (SGK NRW), der Zusam­men­schluss von über 10.000 Kom­mu­nal­po­li­ti­kern der SPD, begrüßt den Vor­schlag einer Natio­na­len Bil­dungs­al­li­anz“. Der Vor­stoß von SPD-Kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz bedeu­te Extra-Mil­li­ar­den für Schu­len, eine Mil­li­on Ganz­tags­schul­plät­ze in den Kom­mu­nen und gebüh­ren­freie Bil­dung, so die SGK NRW.

Den Kom­mu­nen, vor allem den finanz­schwa­chen, hilft die­se Gebüh­ren­frei­heit, um Chan­cen­gleich­heit in Stadt und Land zu ermög­li­chen. Gleich­zei­tig wäre das die Vor­aus­set­zung, die Schul­so­zi­al- und Jugend­ar­beit in den Schu­len fortzusetzen.

Es ist gut, dass ein Vor­schlag unter­brei­tet wird, damit hier der Bund sei­ne Ver­ant­wor­tung wahr­nimmt und sich dar­über hin­aus für Gebüh­ren­frei­heit von der Kita bis zum Meis­ter ein­setzt,“ sagt Frank Bara­now­ski, Ober­bür­ger­meis­ter von Gel­sen­kir­chen und Vor­sit­zen­der der SGK NRW, Es ist den Men­schen nicht zu ver­mit­teln, dass der Bund den Kom­mu­nen wegen des Koope­ra­ti­ons­ver­bo­tes im Bil­dungs­sek­tor unmit­tel­bar kein Geld für Bil­dung zur Ver­fü­gung stel­len darf.“

Die Auf­he­bung des Koope­ra­ti­ons­ver­bo­tes hebelt nicht den Föde­ra­lis­mus aus oder nimmt den Län­dern ihre Pflicht, für gute Schu­len zu sor­gen. Eine natio­na­le Bil­dungs­al­li­anz ist aus Sicht der SPD-Kom­mu­na­len viel­mehr die Ant­wort auf die seit Jah­ren gefor­der­ten bun­des­ein­heit­li­chen Bildungsstandards.

Die Minis­te­rin für Schu­le und Bil­dung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, Yvonne Gebau­er, hat zum Schul­jah­res­auf­takt die aus Sicht der CDU geführ­ten Lan­des­re­gie­rung bestehen­den Auf­ga­ben – wie die Rück­ab­wick­lung von G8, die Rück­kehr zum Halb­tags­gym­na­si­um und das Zurück­dre­hen der Inklu­si­on – benannt. Die Ant­wort auf die Fra­ge, mit wel­chen Res­sour­cen all dies gesche­hen soll, bleibt die Lan­des­re­gie­rung jedoch schul­dig. Mar­tin Schulz lie­fert aus Sicht der SGK NRW für Nord­rhein-West­fa­len mit einer aus Bun­des­mit­teln finan­zier­ten Natio­na­len Bil­dungs­al­li­anz“ auf die­se Fra­ge eine schlüs­si­ge Antwort.

Auch auf die Fra­ge, ob die Schul­so­zi­al­ar­beit in NRW nach 2017 wei­ter­läuft, lie­fert die Natio­na­le Bil­dungs­al­li­anz“ eine Ant­wort, die die FDP-Minis­te­rin bis­her schul­dig bleibt.

Für die SGK NRW ist Bil­dung als eine natio­na­le Auf­ga­be von höchs­ter Prio­ri­tät ein­zu­stu­fen. Die­se Auf­ga­be wird in den Kom­mu­nen erle­digt. Eine Natio­na­le Bil­dungs­al­li­anz“ kann mehr inves­tie­ren, sorgt für mehr Chan­cen­ge­rech­tig­keit und ist gut für die Kommunen.