NRW legt kon­kre­ten 10-Punk­te-Inte­gra­ti­ons­plan vor

In Nord­rhein-West­fa­len leben rund vier Mil­lio­nen Men­schen mit aus­län­di­schen Wur­zeln. Die­se Viel­falt ist eine Berei­che­rung für die Gesell­schaft. Doch es gibt tag­täg­lich neue Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern und zwar für alle in NRW leben­den Men­schen: Alle brau­chen Woh­nun­gen, Sprach­kur­se, Aus­bil­dungs­plät­ze und Jobs, um das fried­li­che Zusam­men­le­ben und die sozia­le Gerech­tig­keit wei­ter zu stär­ken. Die Lan­des­re­gie­rung hat daher einen kom­pak­ten und kon­kre­ten 10-Punk­te-Inte­gra­ti­on­plan zur gelin­gen­den Inte­gra­ti­on von geflüch­te­ten und hier leben­den Men­schen erar­bei­tet“, erklärt Inte­gra­ti­ons­mi­nis­ter Rai­ner Schmeltzer. Natür­lich legen wir ver­stärkt einen Akzent auf die Inte­gra­ti­on von erst kürz­lich zu uns geflüch­te­ten Men­schen in die­sem Plan, aber die Maß­nah­men und Pro­jek­te sind für alle Men­schen in NRW. Damit set­zen wir auch ein kla­res Zei­chen gegen Rechts­po­pu­lis­ten und Par­tei­en am rech­ten Rand.“ 
Die Grund­la­ge für das 10-Punk­te-Papier hat der Land­tag bereits im ver­gan­ge­nen Herbst mit sei­nem Inte­gra­ti­ons­plan NRW“ gelegt. Die­se Eck­punk­te hat Inte­gra­ti­ons­mi­nis­ter Schmeltzer in Abstim­mung mit allen Res­sorts der Lan­des­re­gie­rung in kon­kre­te Maß­nah­men, Vor­ha­ben und Pro­jek­te gegos­sen“ und einen maß­ge­schnei­der­ten 10-Punk­te-Inte­gra­ti­ons­plan dar­aus erstellt. Minis­ter Schmeltzer sag­te dazu: Damit die Inte­gra­ti­on der Flücht­lin­ge gelin­gen kann, müs­sen vie­le Res­sorts der Lan­des­re­gie­rung zusam­men­ar­bei­ten. Des­halb ist unser Plan ein Gemein­schafts­werk, in dem unter ande­rem Zie­le und Maß­nah­men für Sprach­ver­mitt­lung, für Bil­dung und Arbeit, für Woh­nen und Kin­der­be­treu­ung und vor allem für die Siche­rung des Zusam­men­halts in unse­rer Gesell­schaft fest­ge­legt sind. Hier­bei geht es um ech­te sozia­le Teil­ha­be, um Unter­stüt­zung und akti­ve Mit­wir­kung der Schutz­su­chen­den sowie poli­ti­sche Par­ti­zi­pa­ti­on in der Gesellschaft.“ 
Eine zen­tra­le kon­kre­te Maß­nah­me des 10-Punk­te-Plans ist die wei­te­re Stär­kung der Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­tren. So sol­len alle Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­tren Geld für zwei zusätz­li­che Fach­kräf­te für die Inte­gra­ti­ons­ar­beit erhal­ten. Die Krei­se sol­len zudem Geld für eine wei­te­re Per­so­nals­teI­le zur Ver­ste­ti­gung der Zusam­men­ar­beit mit den kreis­an­ge­hö­ri­gen Kom­mu­nen bekom­men. Dar­über hin­aus wer­den über das Schul­mi­nis­te­ri­um zusätz­lich 88 Leh­rer­s­teI­len in den Kl finan­ziert. Die Zen­tren sind auch Teil eines lan­des­wei­ten Bera­tungs- und Unter­stüt­zungs­pools für eine inter­kul­tu­rel­le Schul- und Unterrichtsentwicklung. 
Der 10-Punk­te­plan stellt eine Wei­ter­ent­wick­lung der leis­tungs­star­ken inte­gra­ti­ons­po­li­ti­schen Infra­struk­tur in NRW dar. Die­se beruht auf einem brei­ten Kon­sens der im Land­tag mit­wir­ken­den Frak­tio­nen und ist ein Allein­stel­lungs­merk­mal des größ­ten deut­schen Bun­des­lan­des. Der Plan setzt genau die­se plan­vol­le und sys­te­ma­ti­sche Inte­gra­ti­on fort. Schon vor fünf Jah­ren hat­te NRW mit dem Teil­ha­be und Inte­gra­ti­ons­ge­setz die Inte­gra­ti­ons­po­li­tik ver­bind­lich gemacht und als staat­li­che Auf­ga­be insti­tu­tio­nell abge­si­chert. Getreu dem Prin­zip: Inte­gra­ti­ons­be­reit­schaft ein­for­dern, aber durch ent­spre­chen­de Ange­bo­te den Pro­zess der Inte­gra­ti­on zugleich för­dern. Seit 2001 gibt es in die­sem Poli­tik­be­reich einen par­tei­über­grei­fen­den Konsens. 
Rai­ner Schmeltzer sag­te: Zu NRW gehö­ren kul­tu­rel­le und reli­giö­se Viel­falt: Hier wer­den aus Zuwan­de­rern deut­sche Staats­bür­ge­rin­nen und Staats­bür­ger, ver­schie­de­ne Kul­tu­ren und Reli­gio­nen leben mit­ein­an­der und gemein­sam gestal­ten sie die Zukunft unse­res Landes.“