Die Aus­bil­dung der Not­fall­sa­ni­tä­te­rin­nen und Not­fall­sa­ni­tä­ter in NRW ist ohne wei­te­re Ver­zö­ge­run­gen umzusetzen

Die gesetz­lich fest­ge­leg­ten Rege­lun­gen und die wei­te­ren Rah­men­be­din­gun­gen zur Finan­zie­rung und Umset­zung der Not­fall­sa­ni­tä­ter­aus­bil­dung in Nord­rhein-West­fa­len lie­gen mit der Novel­lie­rung des Ret­tungs­ge­set­zes NRW seit 2015 vor. Die­se kla­ren Rah­men­be­din­gun­gen begrüß­ten auch die Exper­tin­nen und Exper­ten in einer Sach­ver­stän­di­gen­an­hö­rung des Aus­schus­ses für Arbeit, Gesund­heit und Soziales.
Die kon­kre­te Umset­zung der Pla­nung und der Finan­zie­rung der Not­fall­sa­ni­tä­ter­aus­bil­dung erweist sich den­noch in eini­gen Kom­mu­nen als schwie­rig und langwierig.
Der Aus­schuss für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les hat daher in sei­ner gest­ri­gen Sit­zung einen frak­ti­ons­über­grei­fen­den Antrag zur wei­te­ren Umset­zung der Aus­bil­dung von Not­fall­sa­ni­tä­te­rin­nen und Not­fall­sa­ni­tä­tern in Nord­rhein-West­fa­len verabschiedet.
Die Finan­zie­rung und Umset­zung der Not­fall­sa­ni­tä­ter­aus­bil­dung ist von den Kos­ten­trä­gern, den Trä­gern des Ret­tungs­diens­tes bezie­hungs­wei­se den Trä­gern ret­tungs­dienst­li­cher Auf­ga­ben und den Leis­tungs­er­brin­gern ein­zu­hal­ten. Die Akteu­re sind daher auf­ge­for­dert, die not­wen­di­gen Hand­lungs­schrit­te ohne wei­te­re Ver­zö­ge­rung umzu­set­zen, um eine effi­zi­en­te, medi­zi­ni­sche Not­fall­ret­tung mit­tel­fris­tig nicht zu gefährden.
Um die Qua­li­fi­ka­ti­on von der Ret­tungs­as­sis­ten­tin bezie­hungs­wei­se vom Ret­tungs­as­sis­ten­ten zur Not­fall­sa­ni­tä­te­rin bzw. zum Not­fall­sa­ni­tä­ter vor allem für jün­ge­re Aus­bil­dungs­jahr­gän­ge zu gewähr­leis­ten, ist die Bun­des­re­gie­rung gefor­dert, die Frist zur Abnah­me von Ergän­zungs­prü­fun­gen über den 31. Dezem­ber 2020 hin­aus zu verlängern.
Auch bei der Eig­nung der Per­so­nen für die Pra­xis­an­lei­tung ist eine Ver­län­ge­rung der bis­her vor­ge­se­he­nen Frist in der Aus­bil­dungs- und Prü­fungs­ver­ord­nung erforderlich.
Außer­dem ist die Lan­des­re­gie­rung auf­ge­for­dert, zu prü­fen, inwie­weit die Not­wen­dig­keit besteht, die Per­so­nal­be­dar­fe der ers­ten Aus­bil­dungs­jahr­gän­ge der Not­fall­sa­ni­tä­ter­aus­bil­dung höher anzu­set­zen, um eine mög­li­che Per­so­nal­lü­cke zur aus­ge­lau­fe­nen Ret­tungs­as­sis­ten­ten­aus­bil­dung zu schließen.”