NRW stellt die Finan­zie­rung der Schul­so­zi­al­ar­beit über das nächs­te Jahr hin­aus sicher

Die Mit­tel für die Beschäf­ti­gung von Sozi­al­ar­bei­te­rin­nen und Sozi­al­ar­bei­tern wer­den von den Kom­mu­nen nahe­zu voll­stän­dig abge­ru­fen (2016: 99,8 Pro­zent). Mit Hil­fe des Gel­des kön­nen der­zeit lan­des­weit ins­ge­samt rund 1700 Bera­te­rin­nen und Bera­ter ein­ge­setzt werden.
Die Bil­dungs- und Teil­ha­be­be­ra­te­rin­nen und ‑bera­ter leis­ten wert­vol­le Arbeit. Sie hel­fen dabei, dass Kin­der und Jugend­li­che die Unter­stüt­zung erhal­ten, auf die sie drin­gend ange­wie­sen sind. Sie stel­len sicher, dass Leis­tun­gen aus dem Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­ket (BuT) bei finan­zi­ell benach­tei­lig­ten Fami­li­en ankom­men“, sag­te Minis­ter Schmeltzer in Düsseldorf. 
Die Finan­zie­rung der Bil­dungs- und Teil­ha­be­be­ra­tung ist nach nord­rhein-west­fä­li­scher Ansicht Auf­ga­be des Bun­des. Die Lan­des­re­gie­rung for­dert schon seit län­ge­rem mit Nach­druck, dass die nöti­gen Mit­tel dau­er­haft vom Bund zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Bis­her konn­te aber kei­ne Eini­gung erzielt wer­den. Der Bund hat­te die För­de­rung der Schul­so­zi­al­ar­beit im Rah­men des Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­kets bereits Ende 2013 ein­ge­stellt. Des­halb ist das Land NRW vor­über­ge­hend bei der Finan­zie­rung eingesprungen.
Auch bei der inte­gra­ti­ven Arbeit mit Kin­dern und Jugend­li­chen, die vor Krieg und Gewalt geflo­hen sind, spiel­ten die Bera­te­rin­nen und Bera­ter eine immer wich­ti­ge­re Rol­le, so der Minis­ter. Denn gera­de in sol­chen Fäl­len gehe es dar­um, sich Zeit zu neh­men und zu hel­fen und damit Inte­gra­ti­on und sozia­le Teil­ha­be zu erleich­tern. Die Schul­so­zi­al­ar­bei­te­rin­nen und ‑arbei­ter ste­hen bera­tend zur Sei­te, wenn Anträ­ge zu stel­len sind, die Eltern unter Umstän­den wegen Unkennt­nis, Sprach­bar­rie­ren oder Über­for­de­rung sonst nicht stel­len wür­den. Es geht bei­spiels­wei­se um Zuschüs­se für die Mit­tags­ver­pfle­gung, den Nach­hil­fe­un­ter­richt oder für Klassenfahrten.
Die Bil­dungs- und Teil­ha­be­be­ra­te­rin­nen und ‑bera­ter sind somit in den Schu­len vor Ort eine Art Schnitt­stel­le zu den Behör­den“, so Minis­ter Schmeltzer. Der Erfolg der Bera­tungs­tä­tig­keit lässt sich unter ande­rem dar­an erken­nen, dass die BuT-Inan­spruch­nah­me seit ihrer Ein­füh­rung in Nord­rhein-West­fa­len ste­tig gestie­gen ist. Ins­be­son­de­re bei der Lern­för­de­rung, die mitt­ler­wei­le knapp ein Fünf­tel der Gesamt­aus­ga­ben aus­macht (zir­ka 31 Mil­lio­nen Euro von gesamt rund 161 Mil­lio­nen im Jahr 2015). Damit tra­ge das Lan­des­pro­gramm Sozia­le Arbeit an Schu­len“ der Phi­lo­so­phie Kein Kind zurück­las­sen“ offen­kun­dig Rech­nung, unter­strich Schmeltzer.