Minis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft: Wir wol­len bis 2020 gute und moder­ne Schu­len in ganz Nordrhein-Westfalen

Minis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft sag­te: Wir wol­len schon bis 2020 gute und moder­ne Schu­len in ganz Nord­rhein-West­fa­len schaf­fen. Dabei unter­stüt­zen wir die Kom­mu­nen ger­ne. Denn wenn wir vie­le klu­ge Köp­fe haben wol­len, wenn Inklu­si­on und Inte­gra­ti­on gelin­gen sol­len, brau­chen wir gute Schu­len und das bedeu­tet immer auch eine moder­ne Schul­in­fra­struk­tur. Mit dem Pro­gramm Gute Schu­le 2020 wol­len wir auch den digi­ta­len Auf­bruch unse­rer Schu­len vor­an­trei­ben, um die Grund­la­gen für die Zukunft des Ler­nens in unse­ren Schu­len zu ver­bes­sern. Die zwei Mil­li­ar­den Euro sind daher gut inves­tier­tes Geld.“
Im Rah­men des Pro­gramms wer­den über vier Jah­re jeweils 500 Mil­lio­nen Euro bereit­ge­stellt. Die Gesamt­lauf­zeit der Kre­di­te beträgt 20 Jah­re, wobei das ers­te Jahr til­gungs­frei bleibt. Das Land wird in der fol­gen­den Zeit für die Kom­mu­nen alle Til­gungs­leis­tun­gen über­neh­men. Geför­dert wer­den grund­sätz­lich Inves­ti­tio­nen inklu­si­ve Sanie­rungs- und Moder­ni­sie­rungs­auf­wand auf kom­mu­na­len Schul­ge­län­den (mit den dazu­ge­hö­ri­gen Sport­an­la­gen). Geför­dert wer­den auch Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der digi­ta­len Infra­struk­tur und Aus­stat­tung von Schulen.
Schul­mi­nis­te­rin Syl­via Löhr­mann beton­te: Um unse­ren Schü­le­rin­nen und Schü­lern glei­che Chan­cen auf Teil­ha­be zu ermög­li­chen, berei­ten wir unse­re Schu­len und Lehr­kräf­te Schritt für Schritt auf die Her­aus­for­de­run­gen des digi­ta­len Wan­dels vor. Nach und nach wer­den die digi­ta­len Schlüs­sel­kom­pe­ten­zen zum cur­ri­cu­la­ren Bestand­teil aller Unter­richts­fä­cher. Um für alle Schul­trä­ger ein gleich­wer­ti­ges Ange­bot zu er-mög­li­chen, unter­stüt­zen wir die Ersatz­schu­len mit 70 Mil­lio­nen Euro zusätz­lich für den Aus­bau ihrer digi­ta­len Infrastruktur.“
Finanz­mi­nis­ter Dr. Nor­bert Wal­ter Bor­jans sag­te zur Gemein­schafts­ak­ti­on von NRW​.BANK und Lan­des­re­gie­rung: Gute Bil­dung braucht eine gute Lern­at­mo­sphä­re. Die fängt beim Zustand der Schu­len an. Das Pro­gramm Gute Schu­le 2020 leis­tet dazu einen ganz wich­ti­gen Bei­trag. Wir wer­den noch in die­sem Jahr die Bewil­li­gungs­be­din­gun­gen kon­kre­ti­sie­ren, sodass das Pro­gramm pünkt­lich zum 1. Janu­ar 2017 anlau­fen kann. Wich­tig ist, dass kei­ne Kom­mu­ne auf­grund ihrer Finanz­la­ge vom Pro­gramm aus­ge­schlos­sen ist. Im Gegen­teil: Da, wo Unter­stüt­zung am nötigs­ten ist, greift das Pro­gramm beson­ders. Die Koope­ra­ti­on mit der NRW​.BANK stellt zudem sicher, dass die Inves­ti­tio­nen den Lan­des­haus­halt über die Wir­kungs­zeit ver­teilt belas­ten. Das ist auch generationengerecht.“
Inves­ti­tio­nen in die Bil­dungs­in­fra­struk­tur sind die viel­leicht wich­tigs­ten Inves­ti­tio­nen in die Zukunft Nord­rhein-West­fa­lens. Das Pro­gramm NRW.BANK.Gute Schu­le 2020 bie­tet den Kom­mu­nen des­halb eine Finan­zie­rungs­mög­lich­keit für Um- und Neu­bau­ten, Sanie­run­gen und Moder­ni­sie­run­gen von Schu­len”, sag­te Diet­rich Suhl­rie, Mit­glied des Vor­stands der NRW​.BANK. Das neue Pro­gramm kann nicht nur mit bereits bestehen­den Pro­gram­men kom­bi­niert wer­den, son­dern wird auch durch die 20jährige Lauf­zeit und Zins­bin­dung beson­ders attrak­tiv”, so Suhl­rie weiter.
Für die Ver­tei­lung der Mit­tel auf die Kom­mu­nen hat das Land Kre­dit­kon­tin­gen­te gebil­det, die sich nach den Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen der Gemein­de­fi­nan­zie­rungs­ge­set­ze der Jah­re 2011 bis 2015 und der Schul­pau­scha­le des Gemein­de­fi­nan­zie­rungs­ge­set­zes 2016 bestim­men. Dadurch wird der beson­de­re Bedarf finanz­schwa­cher Kom­mu­nen berück­sich­tigt und gleich­zei­tig sicher­ge­stellt, dass alle Kom­mu­nen von dem Pro­gramm Gute Schu­le 2020 pro­fi­tie­ren können.