Ein star­kes Stand­bein der Inte­gra­ti­on vor Ort

Sie orga­ni­sie­ren und koor­di­nie­ren die Inte­gra­ti­on von zuge­wan­der­ten Men­schen in den Krei­sen und kreis­frei­en Städ­ten Nord­rhein-West­fa­lens: Die Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­tren unter­stüt­zen Ehren­amt­li­che in der Flücht­lings­ar­beit, brin­gen Migran­tin­nen und Migran­ten sowie Arbeit­ge­ber zusam­men, damit die Inte­gra­ti­on in Aus­bil­dung und Arbeit gelingt, und sie küm­mern sich dar­um, dass Kin­der mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund glei­che Chan­cen in Schu­le und Bil­dung haben. Vier Jah­re nach Ein­rich­tung der ers­ten Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­tren hat Inte­gra­ti­ons­mi­nis­ter Rai­ner Schmeltzer den Abschluss­be­richt der wis­sen­schaft­li­chen Begleit­for­schung vorgelegt.
Die Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler bestä­ti­gen uns, dass die Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­tren ein star­kes Stand­bein der plan­vol­len Inte­gra­ti­on vor Ort gewor­den sind“, sag­te Schmeltzer zur Vor­la­ge des Berichts. Gera­de im Zuge der hohen Flücht­lings­zu­wan­de­rung haben die Zen­tren eine zen­tra­le Funk­ti­on in der kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­ar­beit ein­ge­nom­men und ihre Leis­tungs­fä­hig­keit erwie­sen. So haben sie mit hoher Kom­pe­tenz und star­kem Enga­ge­ment die Umset­zung von Lan­des­pro­gram­men wie KOMM-AN NRW vor­an­ge­trie­ben, mit dem die Arbeit von Ehren­amt­le­rin­nen und Ehren­amt­lern in der Flücht­lings­hil­fe unter­stützt und beglei­tet wird.“
Schul­mi­nis­te­rin Syl­via Löhr­mann ergänz­te: Die Auf­nah­me der neu zuge­wan­der­ten Kin­der und Jugend­li­chen in den Schu­len hat alle Betei­lig­ten vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen gestellt. Jetzt gilt es, die Inte­gra­ti­on der neu­en Schü­le­rin­nen und Schü­ler wei­ter zügig und sys­te­ma­tisch vor­an­zu­brin­gen. Die Arbeit der kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­tren ist hier­bei unver­zicht­bar. Sie tra­gen mit ihrem Ange­bot maß­geb­lich zu einer umfas­sen­den inter­kul­tu­rel­len Unter­richts- und Schul­ent­wick­lung vor Ort bei.“
Die Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­tren haben dar­über hin­aus zu einer enge­ren Zusam­men­ar­beit und Ver­net­zung der ört­li­chen Akteu­re in der Inte­gra­ti­ons­ar­beit bei­getra­gen – sowohl der kom­mu­na­len Ein­rich­tun­gen unter­ein­an­der, als auch zu einer enge­ren Zusam­men­ar­beit mit nicht­kom­mu­na­len Akteu­ren wie Wohl­fahrts­ver­bän­den und Bürgerinitiativen.
Unter­stri­chen wer­den die posi­ti­ven Ergeb­nis­se der wis­sen­schaft­li­chen Begleit­for­schung auch durch die gute Reso­nanz in den Kom­mu­nen. So hat mit dem Kreis Vier­sen kürz­lich der vor­letz­te nord­rhein-west­fä­li­sche Land­kreis die grund­sätz­li­che Ent­schei­dung für die Ein­rich­tung eines Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­trums getrof­fen. Was mich beson­ders freut“, so Minis­ter Schmeltzer, ist die Tat­sa­che, dass vie­le Krei­se und kreis­freie Städ­te zusätz­lich zu der Lan­des­för­de­rung eige­ne Mit­tel in ihre Inte­gra­ti­ons­zen­tren inves­tie­ren, um das Per­so­nal wei­ter aufzustocken.“
Die bun­des­weit ein­ma­li­ge Infra­struk­tur der Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­tren hat ihre gesetz­li­che Basis im nord­rhein-west­fä­li­schen Teil­ha­be- und Inte­gra­ti­ons­ge­setz aus dem Jah­re 2012. Ande­re Bun­des­län­der benei­den uns dar­um“, so Schmeltzer. Das Inte­gra­ti­ons­mi­nis­te­ri­um för­dert in jedem Zen­trum bis zu 3,5 Per­so­nal­stel­len. Aus dem Etat des Minis­te­ri­ums für Schu­le und Wei­ter­bil­dung wer­den jeweils min­des­tens zwei Leh­rer­stel­len zur Ver­fü­gung gestellt, damit die erfolg­rei­chen Maß­nah­men zu Bil­dungs- und För­der­an­ge­bo­ten sowie zur Fort­bil­dung von päd­ago­gi­schen Fach­kräf­ten wei­ter eta­bliert und gestärkt wer­den können.