Bun­des­ka­bi­nett beschließt Aus­wei­tung des Unterhaltsvorschusses

Ab 2017 wird der Unter­halts­vor­schuss bis zur Voll­jäh­rig­keit des Kin­des gezahlt. Die bis­he­ri­ge Höchst­be­zugs­dau­er von 72 Mona­ten wird auf­ge­ho­ben. Über die Finan­zie­rung wird mit den Län­dern geson­dert eine Eini­gung her­bei­ge­führt. In den lau­fen­den Gesprä­chen hat der Bund den Län­dern ange­bo­ten, auf sei­ne Ein­nah­men nach § 8 Absatz 2 Unter­halts­vor­schuss­ge­setz (Rück­griff) zu ihren Guns­ten zu verzichten.
Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Manue­la Schwe­sig erklär­te dazu:“Bislang zahlt der Staat höchs­tens sechs Jah­re lang und für Eltern­tei­le mit Kin­dern ab zwölf Jah­ren gar nicht. Kin­der wach­sen, kom­men in die Schu­le. Jetzt zum Bei­spiel wer­den dicke Jacken und Win­ter­schu­he gebraucht. Gera­de, wenn der Part­ner kei­nen Unter­halt zahlt, muss der Staat bes­ser unter­stüt­zen. Des­we­gen soll der staat­li­che Vor­schuss jetzt für Kin­der bis zum Alter von 18 Jah­ren aus­ge­wei­tet wer­den. Davon wer­den zusätz­lich min­des­tens 260.000 Kin­der profitieren.”
Der Unter­halts­vor­schuss ist eine sehr wich­ti­ge Leis­tung für allein­er­zie­hen­de Eltern und ihre Kin­der. Das bestä­tigt nicht nur die Gesamt­eva­lua­ti­on der fami­li­en­be­zo­ge­nen Leis­tun­gen. Er sichert nicht nur die finan­zi­el­le Situa­ti­on der Allein­er­zie­hen­den­fa­mi­li­en ab, viel­mehr gelingt es durch die Bemü­hun­gen der Unter­halts­vor­schuss­stel­len um die Unter­halts­zah­lun­gen des Part­ners oft, dass Unter­halt fließt. Bereits in sei­ner der­zei­ti­gen Aus­ge­stal­tung sichert der Unter­halts­vor­schuss ver­läss­lich die wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­tät der Fami­li­en und trägt zu ihrem Wohl­erge­hen bei.
Der Unter­halts­vor­schuss
Der Unter­halts­vor­schuss ist eine beson­de­re Hil­fe für allein­er­zie­hen­de Eltern­tei­le und ihre Kin­der. Sie hilft den Allein­er­zie­hen­den, wenn sie wegen des Aus­fal­lens der Unter­halts­zah­lun­gen des ande­ren Eltern­teils selbst nicht nur für die Betreu­ung und Erzie­hung des Kin­des sor­gen, son­dern auch für den aus­fal­len­den Bar­un­ter­halt auf­kom­men müs­sen. Allein­er­zie­hen­de Eltern­tei­le und ihre Kin­der sind in die­ser Lebens­si­tua­ti­on beson­ders zu unter­stüt­zen. Der Unter­halts­vor­schuss hat dabei auch armuts­re­du­zie­ren­de Wir­kung. Unter­halts­vor­schuss unter­stützt bis­lang längs­tens für 72 Mona­te und bis zur Voll­endung des zwölf­ten Lebens­jah­res des Kin­des. Das wird nun geän­dert: Allein­er­zie­hen­de kön­nen nun­mehr auch für älte­re Kin­der im Alter von zwölf bis 17 Jah­ren Unter­halts­vor­schuss und ohne Begren­zung der Bezugs­dau­er erhalten.