Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen in NRW erhal­ten mehr Geld

Ab August erhal­ten die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen in Nord­rhein-West­fa­len mehr Geld. Mit dem heu­te ver­ab­schie­de­ten Gesetz wird das Land in den drei kom­men­den Kin­der­gar­ten­jah­ren die Finan­zie­rung für Ein­rich­tun­gen und für Kin­der­ta­ges­pfle­ge allein lan­des­sei­tig mit mehr als einer hal­ben Mil­li­ar­de Euro unterstützen.
Die Pau­scha­len für die in Kitas betreu­ten Kin­der wer­den in den kom­men­den drei Kita-Jah­ren mit 3 Pro­zent statt mit nur 1,5 Pro­zent erhöht. Fami­li­en­mi­nis­te­rin Chris­ti­na Kamp­mann begrüß­te die Ent­schei­dung: Wir wer­den jetzt gemein­sam mit den Kom­mu­nen eine Ver­dop­pe­lung der Stei­ge­rungs­ra­te der Kind­pau­scha­len für die nächs­ten drei Jah­re vor­neh­men. Zusam­men mit den Kom­mu­nen sor­gen wir dafür, dass die Kitas ent­las­tet und die Kos­ten­stei­ge­run­gen auf­ge­fan­gen werden.” 
Wir inves­tie­ren dar­über hin­aus die ins­ge­samt 431 Mil­lio­nen Euro, die wir nach dem Weg­fall des Betreu­ungs­gel­des für drei Jah­re vom Bund bekom­men, voll­stän­dig in die Kitas”, so Fami­li­en­mi­nis­te­rin Kamp­mann im Landtag.
Die Lan­des­re­gie­rung habe dafür gesorgt, dass die Frü­he Bil­dung in NRW den Stel­len­wert erhal­te, der ihr gebüh­re. Denn bes­te Bil­dung von Anfang an bedeu­tet für uns, dass Kin­der die glei­chen Chan­cen auf gute Bil­dung haben – und das Bil­dung unab­hän­gig von der sozia­len Her­kunft sein muss”, so Minis­te­rin Kampmann.
Das von der Vor­gän­ger­re­gie­rung ein­ge­führ­te Kin­der­bil­dungs­ge­setz (KiBiz) habe von Anfang an einen schwe­ren Geburts­feh­ler gehabt, da die Kind­pau­scha­len unab­hän­gig von tat­säch­li­chen Kos­ten­stei­ge­run­gen immer nur um 1,5 Pro­zent erhöht wur­den. Das war von Anfang an zu wenig!”, sag­te die Minis­te­rin. Es ist nun die­se Lan­des­re­gie­rung, die dafür Sor­ge getra­gen hat, dass es kei­nen Kita-Kol­laps im Land gibt.”
Minis­te­rin Kamp­mann dank­te den Kom­mu­nen. Auch wenn die Ver­hand­lun­gen mit ihnen nicht ein­fach gewe­sen sei­en, wur­den sie am Ende ihrer Ver­ant­wor­tung in schwie­ri­gen Zei­ten gerecht. Die Kom­mu­nen und die Lan­des­re­gie­rung über­neh­men Ver­ant­wor­tung für die Kin­der und die Fami­li­en in die­sem Land.”
Die Lan­des­re­gie­rung habe die Mit­tel für die frü­he Bil­dung seit 2010 auf 2,5 Mil­li­ar­den Euro mehr als ver­dop­pelt. Die Ver­bes­se­run­gen beim KiBiz sei­en nahe­zu allein aus Lan­des­mit­teln finan­ziert. Wir sind sehr froh, dass die Kom­mu­nen – trotz knap­per öffent­li­cher Kas­sen – wie­der mit ins Boot gekom­men sind, damit wir jetzt auch bei der Dyna­mi­sie­rung der Pau­scha­len vorankommen.”
Die­se gemein­sa­men Ergeb­nis­se wür­den jetzt zügig umge­setzt, damit die Ent­las­tun­gen noch zum neu­en Kin­der­gar­ten­jahr spür­bar wer­den. Wir wer­den jetzt gemein­sam mit den Kom­mu­nen eine Ver­dop­pe­lung der Stei­ge­rungs­ra­te der Kind­pau­scha­len für die nächs­ten drei Jah­re vor­neh­men und zusätz­lich zu den Mit­teln aus dem Betreu­ungs­geld – 200 Mil­lio­nen an Lan­des­mit­teln einsetzen.”
Die Lan­des­re­gie­rung wol­le nach den Ver­bes­se­run­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re jetzt zügig zu den Grund­bau­stei­nen für ein neu­es Gesetz aus einem Guss kom­men. Hier­zu zäh­le eine grund­le­gen­de Reform des Finan­zie­rungs­sys­tems, die jetzt in Angriff genom­men wer­den müs­se. Minis­te­rin Kamp­mann: Bis Ende des Jah­res wol­len wir uns mit den Kom­mu­nen und den Trä­gern auf soli­de Eck­punk­te ver­stän­digt haben, die eine trans­pa­ren­te bedarfs­ge­rech­te und ehr­li­che Finan­zie­rung gewährleisten.”