Inte­gra­ti­ons­staats­se­kre­tär Klu­te: Chan­cen von Zuge­wan­der­ten stärken

Die Ver­an­stal­tung basiert auf der gemein­sa­men Initia­ti­ve der Gemein­de Ensche­de und dem Minis­te­ri­um für Arbeit, Inte­gra­ti­on und Sozia­les. Ziel der Kon­fe­renz ist ein Erfah­rungs­aus­tausch nie­der­län­di­scher und nord­rhein-west­fä­li­scher Kom­mu­nen in Bezug auf Teil­ha­be­chan­cen von Zuge­wan­der­ten aus Süd­ost­eu­ro­pa. In NRW ste­hen dabei die Neu­zu­ge­wan­der­ten, dar­un­ter auch Roma, im Vor­der­grund. Die nie­der­län­di­schen Teil­neh­men­den berich­te­ten über Her­aus­for­de­run­gen bei der Inte­gra­ti­on von Ein­wan­de­rern, die sich schon vie­le Jah­re in den Nie­der­lan­den auf­hal­ten. The­men waren Arbeit, Aus­bil­dung, Ver­net­zung, Bil­dung und Selbstorganisation.
Staats­se­kre­tär Klu­te beton­te in sei­ner Rede, es gehe bei­den Län­dern um die Fra­ge, wie gesell­schaft­li­che Teil­ha­be für Men­schen gelin­gen kann, die aus ver­schie­de­nen Grün­den am Ran­de der Gesell­schaft ste­hen. Wir müs­sen in Euro­pa Armut bekämp­fen und nicht arme Men­schen“. Klu­te sag­te wei­ter, die Kon­fe­renz sei für die betei­lig­ten Kom­mu­nen eine gute Gele­gen­heit, von­ein­an­der zu ler­nen“. Bei Besu­chen in der Slo­wa­kei und in Rumä­ni­en hat­te er sich vor Ort über die The­men Zuwan­de­rung, Armuts­be­kämp­fung und Min­der­hei­ten­schutz infor­mie­ren können. 
Seit Jahr­zehn­ten enga­giert sich das Land NRW für Roma und för­dert zahl­rei­che Pro­jek­te. Im Zuge der stei­gen­den EU-Neu­zu­wan­de­rung aus Süd­ost­eu­ro­pa hat­te das Land 2013 ein umfas­sen­des Maß­nah­men­pa­ket erar­bei­tet und seit­dem rund 14 Mil­lio­nen Euro bereit­ge­stellt. Es unter­stützt u.a. sie­ben Pilot­pro­jek­te in den Kom­mu­nen Dort­mund, Duis­burg, Essen, Gel­sen­kir­chen, Hamm, Köln und Wup­per­tal durch ESF-Mit­tel. Die­se Pilot­pro­jek­te die­nen spe­zi­ell der Inte­gra­ti­on in den Arbeitsmarkt. 
Zudem nut­zen vie­le Kom­mu­nen auch die Gel­der des Euro­päi­schen Hilfs­fonds für die am meis­ten von Armut betrof­fe­nen Men­schen (EHAP). In den nächs­ten drei Jah­ren wer­den 22 der ins­ge­samt 88 bun­des­weit geför­der­ten Pro­jek­te in NRW durch­ge­führt. Vie­le Lot­sen wei­sen dabei den Zuwan­de­rern und ihren Kin­dern den Weg zu den Hil­fe­st­ruk­tu­ren des Lan­des. Teil­neh­mer der NRW-Pilot­pro­jek­te haben ihre Arbeit auf der Kon­fe­renz vor­ge­stellt. Auf nie­der­län­di­scher Sei­te prä­sen­tier­te u.a. ein Ver­tre­ter der Heils­ar­mee die Initia­ti­ven im Bereich Aus­bil­dung und Arbeit. Staats­se­kre­tär Klu­te lob­te die Pro­jekt­be­tei­lig­ten bei­der Län­der: Alle Teil­neh­mer set­zen sich durch ihre Arbeit tag­täg­lich dafür ein, Men­schen, die von Aus­gren­zung bedroht sind, eine Per­spek­ti­ve zu geben, Hin­der­nis­se abzu­bau­en und Teil­ha­be­chan­cen zu eröffnen.“ 
Eine Fort­set­zung der Ver­an­stal­tung in NRW ist Ende 2016 geplant.