Land hilft den Kom­mu­nen mit 1,95 Mil­li­ar­den Euro

Hier­zu erklärt der kom­mu­nal­po­li­ti­sche Spre­cher der SPD-Land­tags­frak­ti­on, Chris­ti­an Dahm: 

Wir las­sen die Kom­mu­nen bei den zu bewäl­ti­gen­den Her­aus­for­de­run­gen nicht allein. Die Zuwei­sun­gen des Lan­des an die Kom­mu­nen wer­den zunächst auf ins­ge­samt rund 1,95 Mil­li­ar­den Euro ange­ho­ben. Berech­nungs­grund­la­ge ist die pro­gnos­ti­zier­te Zahl von 181.134 Flücht­lin­gen in NRW zum Stich­tag 1. Janu­ar 2016. Zudem bekom­men die Kom­mu­nen erst­mals auch Geld für die 13.620 gedul­de­ten Per­so­nen in NRW. Die­ser Betrag wird dann in einem zwei­ten Schritt noch­mals auf der Grund­la­ge der tat­säch­lich zum 1.1.2016 in den Kom­mu­nen vor­han­de­nen Flücht­lings­zah­len aufgestockt. 

Die Erstat­tungs­be­trä­ge wer­den noch 2016 in den kom­mu­na­len Haus­hal­ten kas­sen­wirk­sam. Ver­bes­se­run­gen wird es nach der Ver­ab­schie­dung der Novel­le auch bei der Erstat­tung der Gesund­heits­kos­ten geben: Künf­tig erstat­tet das Land den Städ­ten und Gemein­den die Behand­lungs­kos­ten, die über 35.000 Euro pro Jahr und Flücht­ling hin­aus­ge­hen. Der­zeit liegt die Gren­ze bei 70.000 Euro. 

All die­se Maß­nah­men ver­deut­li­chen noch ein­mal unse­re Ent­schlos­sen­heit, die anste­hen­den Auf­ga­ben an der Sei­te der Städ­te und Gemein­den gemein­sam zu bewäl­ti­gen. Ab 2017 wird das Finan­zie­rungs­sys­tem dann von der der­zei­ti­gen Jah­res­pau­scha­le auf eine monat­li­che Zah­lung pro Flücht­ling umge­stellt. Eine sofor­ti­ge Umstel­lung des Sys­tems – wie von der CDU gefor­dert – ist hin­ge­gen unrea­lis­tisch. Sie wür­de zu Defi­zi­ten in Mil­lio­nen­hö­he in den Haus­hal­ten eini­ger Städ­te füh­ren, die in ihren Pla­nun­gen für die­ses Jahr auf die aktu­ell beschlos­se­nen Lan­des­zu­wei­sun­gen ver­traut haben. Nach den enor­men Leis­tun­gen der Kom­mu­nen und des Lan­des ist es nun drin­gend erfor­der­lich, dass auch der Bund sei­ner Ver­ant­wor­tung end­lich in hin­rei­chen­dem Maße nach­kommt. Aktu­ell trägt der Bund gera­de ein­mal 19,6 Pro­zent der gesam­ten Flücht­lings­aus­ga­ben in NRW. Dies stellt eine spür­bar ver­rin­ger­te Anteils­fi­nan­zie­rung dar: 2015 hat­te der Bund noch 22 Pro­zent der vor­ge­se­he­nen nord­rhein-west­fä­li­schen Flücht­lings­aus­ga­ben getragen.”