Minis­ter Schmeltzer: Inte­gra­ti­ons­ar­beit vor Ort pro­fi­tiert vom neu­en EU-Fonds EHAP

Nord­rhein-West­fa­len ver­fügt über ein aus­ge­präg­tes Netz inno­va­ti­ver und leis­tungs­fä­hi­ger Initia­ti­ven in den The­men­fel­dern Inte­gra­ti­on und Sozia­les. Über den neu­en Euro­päi­schen Hilfs­fonds für die am stärks­ten benach­tei­lig­ten Per­so­nen“, kurz EHAP, wer­den in die­sen Berei­chen in den nächs­ten drei Jah­ren in NRW 22 von bun­des­weit 88 Pro­jek­ten geför­dert. Auch wenn die aktu­el­le Debat­te sich ver­ständ­li­cher­wei­se stark um Geflüch­te­te aus Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten dreht, dür­fen und wer­den wir ande­re Auf­ga­ben nicht ver­nach­läs­si­gen. Der neue EU-Fonds ist eine will­kom­me­ne Ergän­zung für unse­re Inte­gra­ti­ons­ar­beit, bei­spiels­wei­se, wenn es um Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus Süd­ost­eu­ro­pa geht“, sag­te Inte­gra­ti­ons­mi­nis­ter Rai­ner Schmeltzer in Düsseldorf.

Ziel der neu­en För­de­rung ist, die jewei­li­gen Kom­mu­nen bes­ser zu unter­stüt­zen bei der Inte­gra­ti­on von benach­tei­lig­ten, neu­zu­ge­wan­der­ten Uni­ons­bür­ge­rin­nen und ‑bür­gern, deren Kin­dern sowie woh­nungs­lo­sen und von Woh­nungs­lo­sig­keit bedroh­ten Per­so­nen. Über den EHAP erhal­ten Kom­mu­nen wie etwa Duis­burg und Dort­mund Unter­stüt­zung dabei, zuge­wan­der­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­gern aus ande­ren EU-Staa­ten bei der Ori­en­tie­rung zu hel­fen und Not­la­gen vor­zu­beu­gen. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der geför­der­ten Ein­rich­tun­gen sol­len die Men­schen nied­rig­schwel­lig, bei­spiels­wei­se auf öffent­li­chen Plät­zen, oder in pre­kä­ren Wohn­ver­hält­nis­sen auf­su­chen und an bestehen­de hil­fe­ge­ben­de Bera­tungs­stel­len ver­mit­teln bzw. dort­hin beglei­ten. Neu­zu­ge­wan­der­te Kin­der und deren Eltern sol­len den Weg in Ange­bo­te zur Betreu­ung und Bil­dung, wie zum Bei­spiel Kin­der­ta­ges­stät­ten, fin­den. Eine wich­ti­ge Auf­ga­be in den Pro­jek­ten ist die Ver­net­zungs­ar­beit vor Ort und die enge Koope­ra­ti­on mit bereits bestehen­den Diens­ten – wie zum Bei­spiel Migra­ti­ons­be­ra­tungs­diens­ten, Stadt­teil­pro­jek­ten ins­be­son­de­re im Rah­men des Städ­te­bau­för­de­rungs­pro­gramms Sozia­le Stadt“ sowie des Auf­rufs Star­ke Quar­tie­re – star­ke Menschen“.

Hin­ter­grund:
Der EHAP ist ein neu­er euro­päi­scher Hilfs­fonds. Der EHAP in Deutsch­land hat ein För­der­vo­lu­men (EHAP-Mit­tel, Bun­des­mit­tel und Eigen­an­teil der Trä­ger) von ins­ge­samt 93 Mil­lio­nen Euro. Die För­der­quo­te von 85 Pro­zent sei­tens der EU stockt der Bund um wei­Der EHAP ist ein neu­er euro­päi­scher Hilfs­fonds. Der EHAP in Deutsch­land hat ein För­der­vo­lu­men (EHAP-Mit­tel, Bun­des­mit­tel und Eigen­an­teil der Trä­ger) von ins­ge­samt 93 Mil­lio­nen Euro. Die För­der­quo­te von 85 Pro­zent sei­tens der EU stockt der Bund um wei­te­re zehn Pro­zent auf, so dass der Eigen­mit­tel­an­teil der jewei­li­gen Pro­jekt­trä­ger bei fünf Pro­zent liegt. In einer ers­ten För­der­run­de flie­ßen bis Ende 2018 rund 60 Mil­lio­nen Euro. Die Pro­jek­te haben eine Lauf­zeit von maxi­mal drei Jahren.