Finanz­mi­nis­ter for­dern ein­stim­mig vom Bund die Erstat­tung der Hälf­te der Flüchtlingskosten

Die Finanz­mi­nis­ter der Bun­des­län­der haben ein­stim­mig an den Bund appel­liert, min­des­tens die Hälf­te der Flücht­lings­kos­ten zu über­neh­men. In dem Beschluss begrü­ßen sie, dass der Bund sich an flücht­lings­be­ding­ten Aus­ga­ben struk­tu­rell, dau­er­haft und dyna­misch betei­ligt und 2016 vier Mil­li­ar­den Euro zuge­sagt hat. Ange­sichts der auf die Haus­hal­te zukom­men­den Her­aus­for­de­run­gen erwar­ten die Finanz­mi­nis­te­rin­nen und Finanz­mi­nis­ter jedoch ein wei­ter­ge­hen­des Enga­ge­ment des Bun­des, bei dem die­ser – über sei­ne ori­gi­nä­ren Ver­pflich­tun­gen hin­aus – sei­nen Flücht­lings­an­teil auf min­des­tens die Hälf­te der den Län­dern und ihren Kom­mu­nen ent­ste­hen­den Kos­ten auf­stockt, um sei­ner gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung ange­mes­sen gerecht zu wer­den“, heißt es in dem Beschluss der Finanz­mi­nis­ter­kon­fe­renz (FMK). Die Län­der erwar­ten dem­nach für die nächs­ten Jah­re zusätz­li­che Kos­ten­be­las­tun­gen durch Asyl­su­chen­de in der Grö­ßen­ord­nung von min­des­tens 20 Mil­li­ar­den Euro jährlich. 
Dem Beschluss war bereits ein gemein­sa­mer Brief von NRW-Finan­z­­mi­nis­ter Nor­bert Wal­ter-Bor­jans, der­zeit auch Vor­sit­zen­der der FMK, und sei­nem baye­ri­schen Minis­ter­kol­le­gen Mar­kus Söder an Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäub­le mit die­ser For­de­rung vor­aus­ge­gan­gen. Wal­ter-Bor­jans: Der Bund muss ein­se­hen, dass die schwar­ze Null ein erstre­bens­wer­tes, aber nicht das ein­zi­ge Ziel ist. Wir müs­sen jetzt die Vor­aus­set­zun­gen für eine bes­se­re Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen schaf­fen, damit uns mor­gen hohe Fol­ge­kos­ten erspart bleiben.“ 
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