Minis­ter Schmeltzer begrüßt Antrag der Koali­ti­ons­frak­tio­nen, einen Inte­gra­ti­ons­plan für NRW ins Leben zu rufen

Minis­ter Schmeltzer: Ich hal­te das für einen sinn­vol­len, einen not­wen­di­gen Schritt zur zukunfts­fes­ten Gestal­tung des Ein­wan­de­rungs­lan­des NRW. Ich sehe dar­in die Chan­ce, den Inte­gra­ti­ons­kon­sens des Par­la­ments, wie schon 2001, in die Zukunft zu tra­gen.“ Die Zuwan­de­rung von Asyl­su­chen­den, ihre Unter­brin­gung und Ver­sor­gung sowie die Inte­gra­ti­on der­je­ni­gen, die eine Blei­be­per­spek­ti­ve haben, sei­en Her­aus­for­de­run­gen his­to­ri­schen Aus­ma­ßes“, so der Minis­ter wei­ter. Mehr als 230.000 Men­schen, die im letz­ten Jahr um Asyl nach­ge­sucht hät­ten, sei­en in NRW geblie­ben. Mehr Migra­ti­on als 2015 war in unse­rer an Migra­ti­on rei­chen Lan­des­ge­schich­te nie.“
Die Lan­des­re­gie­rung hat für 2016 ins­ge­samt rund 4 Mil­li­ar­den Euro für Unter­brin­gung und Inte­gra­ti­on der Flücht­lin­ge ver­an­schlagt. Kein Land tut mehr, die nord­rhein-west­fä­li­sche Inte­gra­ti­ons-Infra­struk­tur ist bun­des­weit ein­ma­lig“, sag­te Inte­gra­ti­ons­mi­nis­ter Rai­ner Schmeltzer im Landtag.
Im Mit­tel­punkt des Inte­gra­ti­ons­plans ste­hen zwei gesell­schaft­li­che Zie­le: die Inte­gra­ti­on der Asyl­be­rech­tig­ten und der Asyl­su­chen­den mit Blei­be­per­spek­ti­ve sowie die Siche­rung des sozia­len Frie­dens und gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halts in NRW. Kein ein­hei­mi­scher Bür­ger und kei­ne ein­hei­mi­sche Bür­ge­rin wird durch die Hil­fen für Asyl­su­chen­de schlech­ter gestellt“, beton­te Minis­ter Schmeltzer. 
Alle Minis­te­ri­en wer­den an dem Inte­gra­ti­ons­plan für NRW betei­ligt. Schon jetzt gibt es viel­fäl­ti­ge Maß­nah­men meh­re­rer Häu­ser, um Flücht­lin­gen die Inte­gra­ti­on zu erleich­tern. Das Arbeits- und Inte­gra­ti­ons­mi­nis­te­ri­um hat bei­spiels­wei­se Basis­sprach­kur­se zur Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on der Flücht­lin­ge ins Leben geru­fen und das 13,4 Mil­lio­nen Euro schwe­re Pro­gramm KOMM-AN“ für mehr Inte­gra­ti­on und mehr Teil­ha­be auf­ge­legt, in dem die Unter­stüt­zung des Ehren­am­tes vor Ort eine gro­ße Rol­le spielt. Gemein­sam mit dem Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ist das Inte­gra­ti­ons­mi­nis­te­ri­um zudem im stän­di­gen Dia­log mit der nord­rhein-west­fä­li­schen Wirt­schaft, um die Poten­zia­le der Flücht­lin­ge zur Behe­bung des Fach­kräf­te­man­gels und zur Stär­kung der wirt­schaft­li­chen Dyna­mik zu nutzen.
Das Schul­mi­nis­te­ri­um hat in die­sem und im ver­gan­ge­nen Jahr mehr als 5.700 zusätz­li­che Stel­len an Schu­len geschaf­fen, das Bau­mi­nis­te­ri­um hat ein mit 72 Mil­lio­nen Euro aus­ge­stat­te­tes Son­der­pro­gramm Hil­fen im Städ­te­bau zur Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen“ auf­ge­legt und das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um hat die medi­zi­ni­sche Erst­un­ter­su­chung und Ver­sor­gung von Flücht­lin­gen und Asyl­be­wer­bern ver­pflich­tend geregelt.
Auf Bun­des­ebe­ne macht sich NRW dafür stark, die Qua­li­tät und die Quan­ti­tät der Inte­gra­ti­ons­kur­se zu ver­bes­sern und die Ori­en­tie­rungs­kur­se zu den Grund­la­gen des Zusam­men­le­bens in Deutsch­land von 60 auf 100 Stun­den auf­zu­sto­cken. Minis­ter Schmeltzer kün­dig­te außer­dem an, dass er sich auf der Inte­gra­ti­ons­mi­nis­ter­kon­fe­renz Mit­te des Monats dafür ein­set­zen wird, dass der Bund aus­rei­chend Plät­ze in Inte­gra­ti­ons- und Ori­en­tie­rungs­kur­sen zur Ver­fü­gung stellt.