Lan­des­re­gie­rung bringt Maß­nah­men für mehr inne­re Sicher­heit und bes­se­re Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen auf den Weg

Die Lan­des­re­gie­rung hat in einem Nach­trags­haus­halt die schnel­le Umset­zung des 15-Punk­te-Pro­gramms zur wei­te­ren Stär­kung der inne­ren Sicher­heit und zur bes­se­ren Flücht­lings­in­te­gra­ti­on beschlos­sen, das Minis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft am 14. Janu­ar im Land­tag ange­kün­digt hat­te. Für das Maß­nah­men-Paket hat das Kabi­nett 46,9 Mil­lio­nen Euro ver­an­schlagt, die kom­plett durch Ein­spa­run­gen im Haus­halts­voll­zug auf­ge­bracht wer­den. Damit bleibt die Net­to­neu­ver­schul­dung wie geplant bei 1,8 Mil­li­ar­den Euro. Den von Minis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft ange­kün­dig­ten 15-Punk­te-Plan wol­len wir so schnell wie mög­lich umset­zen“, sag­te Finanz­mi­nis­ter Nor­bert Wal­ter-Bor­jans. Wir müs­sen jetzt die Vor­aus­set­zun­gen für eine bes­se­re Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen schaf­fen und für mehr inne­re Sicher­heit sor­gen, damit uns mor­gen hohe Fol­ge­kos­ten erspart bleiben.“ 
Jus­tiz­mi­nis­ter Kutscha­ty: Das ist das größ­te Inves­ti­ti­ons­pro­gramm in die inne­re Sicher­heit deutsch­land­weit. Unser Rechts­staat zeigt Stär­ke, wo es not­wen­dig ist. Wir set­zen auf den Fak­tor Mensch. Mit der per­so­nel­len Ver­stär­kung von Poli­zei und Jus­tiz reagie­ren wir effek­tiv auf neue Kri­mi­na­li­täts­phä­no­me­ne und tra­gen dem Sicher­heits­be­dürf­nis der Men­schen in unse­rem Land Rechnung.“ 
Zum Maß­nah­men-Paket zählt unter ande­rem die Ein­rich­tung einer zen­tra­len Anlauf­stel­le im Bereich der Jus­tiz für die Opfer der Straf­ta­ten aus der Sil­ves­ter­nacht am Köl­ner Haupt­bahn­hof. Mit 300 zusätz­li­chen Plan­stel­len bei den Gerich­ten und Staats­an­walt­schaf­ten (davon jeweils 100 für Rich­ter und Staats­an­wäl­te) will die Lan­des­re­gie­rung auch zukünf­tig eine schnel­le und effek­ti­ve Straf­ver­fol­gung sicher zu stel­len. Durch 500 zusätz­li­che Stel­len mehr soll die Poli­zei­prä­senz vor Ort ver­stärkt und Poli­zis­ten von Ver­wal­tungs­auf­ga­ben ent­las­tet wer­den. Zur Vor­beu­gung und zur Auf­klä­rung von Delik­ten in Bal­lungs­räu­men soll die Video­über­wa­chung aus­ge­wei­tet wer­den. Die Lan­des­re­gie­rung will zudem bestehen­de Prä­ven­ti­ons­pro­gram­me gegen sexua­li­sier­te Gewalt aus­wei­ten und den Daten­aus­tausch zwi­schen Poli­zei und Jus­tiz mit Behör­den im In- und Aus­land inten­si­vie­ren. Ins­ge­samt hat die Lan­des­re­gie­rung für die zusätz­li­chen Auf­ga­ben 806 Stel­len vorgesehen.