Fai­res Ver­fah­ren bei der Erstat­tung der Flüchtlingskosten”

Die Ver­tre­ter der Lan­des­re­gie­rung und der Regie­rungs­ko­ali­tio­nen von SPD und Grü­nen haben am 16. Dezem­ber 2015 mit den Kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den eine Ver­ein­ba­rung über die künf­ti­ge Kos­ten­er­stat­tung für die Unter­brin­gung geschlos­sen. Grund­la­ge der dama­li­gen Berech­nun­gen waren die aktu­ells­ten Pro­gno­se­zah­len des Bun­des­amts für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge, die von 181.000 Flücht­lin­gen und 13.500 Gedul­de­ten aus­gin­gen. Bereits nach den der­zeit gel­ten­den lan­des­ge­setz­li­chen Bestim­mun­gen muss die­se Zahl nach­träg­lich ange­passt wer­den. Dies wird auf der Grund­la­ge der von den Kom­mu­nen gemel­de­ten tat­säch­li­chen Anzahl der Flücht­lin­ge am Stich­tag 1. Janu­ar 2016 erfol­gen. Dar­aus resul­tie­ren­de höhe­re Erstat­tungs­be­trä­ge sol­len noch 2016 in den kom­mu­na­len Haus­hal­ten kas­sen­wirk­sam wer­den. Für den Fall eines noch­ma­li­gen Anstiegs der Flücht­lings­zah­len im wei­te­ren Ver­lauf des Jah­res wur­de außer­dem eine erneu­te Über­prü­fung fest zuge­sagt. Soll­ten die­se Zah­len gra­vie­rend von der Pro­gno­se abwei­chen, wird finan­zi­ell nach­ge­steu­ert. Zum 1. Janu­ar 2017 wird dann auf die Spitz­ab­rech­nung umgestellt.
Die­se Abma­chun­gen und Abläu­fe sind allen kom­mu­na­len Ent­schei­dungs­trä­gern bekannt und wur­den von den Kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den aus­drück­lich mit­ge­tra­gen! Sie zei­gen, dass die Lan­des­po­li­tik fle­xi­bel auf die stei­gen­den Belas­tun­gen der Kom­mu­nen reagiert und die Städ­te und Gemein­den bei der Bewäl­ti­gung der anste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen nicht im Stich lässt. Daher besteht für Auf­re­gung kei­ner­lei Anlass.”