Frank Bara­now­ski: Kom­mu­nen wol­len mitreden

Bara­now­ski: Wir brau­chen ein mög­lichst unbü­ro­kra­ti­sches Ver­fah­ren und vor allem eine aus­rei­chen­de finan­zi­el­le Aus­stat­tung von Bund und Land für die anste­hen­den Auf­ga­ben. Ich erwar­te, dass das Land NRW die Städ­te und Gemein­den an der Arbeits­grup­pe, die die­ses Inte­gra­ti­ons­kon­zept erar­bei­ten soll, betei­ligt. Es sind die Städ­te und Gemein­den, die seit Jahr­zehn­ten Erfah­run­gen mit der Inte­gra­ti­on ver­schie­dens­ter Zuwan­de­rer­grup­pen haben. Und es sind auch die Städ­te und Gemein­den, die seit rund ein­ein­halb Jah­ren die­se gewal­ti­ge Auf­ga­be des aktu­el­len Flücht­lings­zu­zu­ges zu stem­men haben. Und es sind auch wie­der die Städ­te und Gemein­den, die ein sol­ches Inte­gra­ti­ons­kon­zept letzt­lich vor Ort umset­zen müs­sen.”
 
Es ist schon eine Zumu­tung, dass bei den Ver­ab­re­dun­gen zwi­schen Bund und Län­dern die Kom­mu­nen nie mit am Tisch sit­zen. Bei der Erar­bei­tung des Inte­gra­ti­ons­kon­zep­tes darf die­se Kom­mu­nen­ver­ges­sen­heit nicht hin­ge­nom­men wer­den. Ansons­ten müss­ten Bund und Län­der vor Ort mit eige­nem Per­so­nal tätig wer­den“, sagt Frank Baranowski.