Land hilft den Kom­mu­nen bei der Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen mit wei­te­ren 72 Mil­lio­nen Euro

Um die Städ­te und Gemein­den bei der Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen zu unter­stüt­zen, stellt das Land den Kom­mu­nen im kom­men­den Jahr zusätz­lich 72 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung. Bau- und Stadt­ent­wick­lungs­mi­nis­ter Micha­el Gro­schek hat dafür das Son­der­pro­gramm Hil­fen im Städ­te­bau für Kom­mu­nen zur Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen“ auf­ge­legt. Die Kom­mu­nen kön­nen sich ab sofort mit ent­spre­chen­den Pro­jek­ten bewerben.
Geför­dert wer­den kön­nen sowohl inves­ti­ve Maß­nah­me wie der Neu- und Umbau bzw. die Moder­ni­sie­rung von Betreu­ungs­ein­rich­tun­gen wie Kin­der­ta­ges­stät­ten, Jugend­treffs, Schu­len und Sport­ein­rich­tun­gen. Außer­dem kön­nen auch inves­ti­ti­ons­be­glei­ten­de Maß­nah­men wie das Quar­tiers­ma­nage­ment oder die Orga­ni­sa­ti­on des bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments finan­zi­ell unter­stützt werden. 
Anläss­lich der Ver­öf­fent­li­chung des Pro­gramms sag­te Gro­schek: Die Ent­wick­lung des Zuzugs von Flücht­lin­gen ver­läuft mit einer gro­ßen Dyna­mik. Ich möch­te im kom­men­den Jahr mit den Lan­des­fi­nanz­hil­fen den Kom­mu­nen schnell und fle­xi­bel bei der Bewäl­ti­gung der aktu­el­len Flücht­lings­pro­ble­ma­tik hel­fen. Die Kom­mu­nen müs­sen die Mög­lich­keit bekom­men, durch den Zuzug von Men­schen zusätz­li­che Betreu­ungs­ein­rich­tun­gen zu schaf­fen und ent­spre­chen­des Per­so­nal ein­stel­len zu kön­nen. Weil Antrags- und Umset­zungs­ver­fah­ren bei den Kom­mu­nen und Bewil­li­gungs­be­hör­den seit Jahr­zehn­ten ein­ge­üb­te Pra­xis ist, wäre eine kurz­fris­ti­ge Umset­zung unmit­tel­bar nach Ver­ab­schie­dung des Lan­des­haus­halts in die­ser Woche mög­lich. Ich drü­cke hier ganz bewusst aufs Tem­po, weil den Kom­mu­nen so schnell wie mög­lich gehol­fen wer­den muss.“ 
Die bewähr­ten Instru­men­te der Städ­te­bau­för­de­rung tra­gen in erheb­li­chem Umfang zur Ver­bes­se­rung und Siche­rung des sozia­len Zusam­men­halts und der Inte­gra­ti­on bei. Mit die­sen Mit­teln kann in den Städ­ten und Gemein­den nicht nur der Wohn­be­stand auf­ge­wer­tet wer­den, son­dern davon kön­nen auch Ein­rich­tun­gen für Begeg­nung, Bil­dung und Kul­tur geför­dert wer­den. Des­halb möch­te ich die Inves­ti­ti­ons­zu­schüs­se ins­be­son­de­re zur Ver­bes­se­rung des Zusam­men­le­bens aller im Quar­tier leben­den Men­schen in bau­lich inves­ti­ve Maß­nah­men der Daseins­vor­sor­ge len­ken“, so Gro­schek weiter. 
Der Minis­ter beton­te, dass es um Ankom­men und Leben in einer Gesell­schaft gehe, die ihre Neu­bür­ge­rin­nen und Neu­bür­ger nicht an die Rän­der der gro­ßen Städ­te drän­gen darf. Außer­dem sei der Zuzug von Flücht­lin­gen auch eine Chan­ce für Nord­rhein-West­fa­len, weil Viel­falt unse­re Kul­tur und die Ent­wick­lung von Städ­ten und Gemein­den bele­be. Gemein­sam soll­te es gelin­gen, auch neue Impul­se für die Ent­wick­lung unse­rer Städ­te, Gemein­den und Quar­tie­re zu setz­ten, so dass alle Bewoh­ner davon profitieren. 
Inter­es­sier­te Städ­te und Gemein­den sind auf­ge­ru­fen, bis zum 19. Febru­ar 2016 bei den zustän­di­gen Bezirks­re­gie­run­gen Pro­jekt­vor­schlä­ge ein­zu­rei­chen. Den Pro­jekt­auf­ruf zum Son­der­pro­gramm Hil­fen im Städ­te­bau für Kom­mu­nen zur Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen“ fin­den Sie auf www​.mbwsv​.nrw​.de und hier.