Kom­mAn-NRW“ soll Kom­mu­nen ent­las­ten und Ehren­amt­li­che in der Flücht­lings­hil­fe stärken

Das Minis­te­ri­um für Arbeit, Inte­gra­ti­on und Sozia­les informiert:
Das nord­rhein-west­fä­li­sche Inte­gra­ti­ons­mi­nis­te­ri­um will mit dem Akti­ons­pro­gramm Kom­mAn-NRW Städ­te und Gemein­den sowie ehren­amt­lich in der Flücht­lings­hil­fe enga­gier­te Men­schen noch stär­ker bei den anste­hen­den Inte­gra­ti­ons­auf­ga­ben unter­stüt­zen. Dafür plant das Minis­te­ri­um im kom­men­den Haus­halts­jahr Mit­tel in Höhe von 13,4 Mil­lio­nen Euro ein. Land und Kom­mu­nen und nicht zuletzt Ehren­amt­li­che stel­len sich der gro­ßen Her­aus­for­de­rung, Flücht­lin­ge nicht nur unter­zu­brin­gen, son­dern sie auch best­mög­lich zu inte­grie­ren. Dabei soll Kom­mAn-NRW hel­fen“, sag­te Inte­gra­ti­ons­mi­nis­ter Rai­ner Schmeltzer. Im Inte­gra­ti­ons­aus­schuss im Düs­sel­dor­fer Land­tag wur­de der ent­spre­chen­de Ansatz des Minis­te­ri­ums im Ergän­zungs­haus­halt 2016 bera­ten.
 
Mit Kom­mAn-NRW will die Lan­des­re­gie­rung in mög­lichst allen Städ­ten und Gemein­den Ankom­mens­treff­punk­te“ initi­ie­ren oder bestehen­de Treff­punk­te för­dern. Dort sol­len auch Ehren­amt­li­che mit Unter­stüt­zung des Lan­des NRW den Geflüch­te­ten eine Grund­ori­en­tie­rung in ihrem neu­en Umfeld geben. So kön­nen etwa vom ört­li­chen Schul­an­ge­bot über Mög­lich­kei­ten des Sports im Ver­ein bis hin zu simp­len Regeln wie Abfall­tren­nung alle ört­lich rele­van­ten Fra­gen in die­sen Treff­punk­ten eine Rol­le spie­len. Auch sol­len mit Unter­stüt­zung des Lan­des NRW Grund­wer­te des Zusam­men­le­bens wie die Gleich­be­rech­ti­gung von Mann und Frau und das fried­li­che Mit­ein­an­der der Reli­gio­nen in Deutsch­land ver­mit­telt wer­den. Ankom­mens­treff­punk­te wür­den damit auch zu Räu­men der Begeg­nung zwi­schen Geflüch­te­ten und Ein­hei­mi­schen.
 
Zudem sieht Kom­mAn-NRW eine Stär­kung der bereits bestehen­den Inte­gra­ti­ons­struk­tur im Land vor. So ist beab­sich­tigt, zur Unter­stüt­zung des Ehren­amts zusätz­li­che haupt­amt­li­che Stel­len in den Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­tren zu för­dern. Die­se Kom­mu­na­len Inte­gra­ti­ons­zen­tren sind eine nord­rhein-west­fä­li­sche Beson­der­heit. In inzwi­schen 49 Krei­sen und kreis­frei­en Städ­ten unter­stützt NRW bereits heu­te mit Zuschüs­sen für sozi­al­päd­ago­gi­sches Fach­per­so­nal und die Bereit­stel­lung zusätz­li­cher Leh­rer­stel­len die Inte­gra­ti­ons­kraft der Kom­mu­nen.
 
Gestärkt wer­den sol­len auch die Inte­gra­ti­ons­agen­tu­ren der Wohl­fahrts­ver­bän­de, bei denen eine Erhö­hung der Maß­nah­me­mit­tel um 1,5 Mil­lio­nen Euro vor­ge­se­hen ist. Aus Kom­mAn-NRW kann auch die Qua­li­fi­zie­rung und die fach­li­che Beglei­tung von Ehren­amt­li­chen in der Flücht­lings­hil­fe mit­fi­nan­ziert werden.