Kei­ne Zeit für tak­ti­sche Win­kel­zü­ge in der Asyl- und Flüchtlingspolitik

Jetzt sind auch die gesetz­ge­be­ri­schen Wei­chen dafür gestellt, dass der Bund end­lich sei­nen Teil der orga­ni­sa­to­ri­schen und finan­zi­el­len Ver­ant­wor­tung für die drän­gen­de Flücht­lings­si­tua­ti­on wahr­nimmt. Dadurch wer­den Län­der und Kom­mu­nen, die bis­her allein für die Ver­sor­gung der schutz- und asyl­su­chen­den Men­schen auf­kom­men, nach lan­gen und inten­si­ven Ver­hand­lun­gen mit dem Bund zukünf­tig ent­las­tet. Damit ist ein guter Anfang gemacht.
Jetzt kommt es auf die kon­se­quen­te Umset­zung der getrof­fe­nen Ent­schei­dun­gen an. Vor allem muss der Bund end­lich dafür sor­gen, dass die Asyl­ver­fah­ren schnel­ler ent­schie­den wer­den. Damit Klar­heit für die betrof­fe­nen Men­schen und die Kom­mu­nen und Län­der ent­steht, wer bleibt und mit wem die gro­ße Inte­gra­ti­ons­auf­ga­be zu leis­ten ist. Dazu sind Län­der und Kom­mu­nen nach wie vor bereit.
Die vom Bund ab 1. Janu­ar 2016 zu leis­ten­den Zah­lun­gen pro Flücht­ling und Monat in Höhe von 670 Euro wird ohne Abstri­che dort­hin gelei­tet, wo die Flücht­lin­ge sind. Über die orga­ni­sa­to­ri­sche Umset­zung sind Land und kom­mu­na­le Spit­zen­ver­bän­de in kon­struk­ti­ven Gesprä­chen. Es gibt kei­nen Grund zur Panik­ma­che und zu einem Wett­be­werb für immer neue Ideen. Und es ist vor allem kei­ne Zeit für tak­ti­sche Win­kel­zü­ge und durch­sich­ti­ge Ver­su­che, par­tei­po­li­ti­sche Feld­ge­win­ne ver­bu­chen zu wollen.”