Zusam­men­ar­beit von Kom­mu­nen wird gesichert

In der Pra­xis arbei­ten vie­le Kom­mu­nen zusam­men. So las­sen man­che zum Bei­spiel ihre Per­so­nal­ver­wal­tung von der Nach­bar­kom­mu­ne mit­er­le­di­gen gegen die Erstat­tung der Kos­ten. Oder sie über­las­sen einer ande­ren Kom­mu­ne eine Turn­hal­le zur Nut­zung für den Schul­sport. Mit dem Steu­er­än­de­rungs­ge­setz 2015 wird sicher­ge­stellt, dass die Kom­mu­nen für sol­che For­men der Zusam­men­ar­beit kei­ne Umsatz­steu­er bezah­len müssen.

Ange­sichts knap­per Kas­sen und des demo­gra­phi­schen Wan­dels ist dies eine gute Nach­richt für unse­re Kom­mu­nen. Ob bei der Erfül­lung hoheit­li­cher Auf­ga­ben oder Leis­tun­gen der Daseins­vor­sor­ge: Die Nut­zung von Syn­er­gie­ef­fek­ten und die Aus­las­tung vor­han­de­ner per­so­nel­ler und sach­li­cher Res­sour­cen lie­gen im öffent­li­chen Inter­es­se. Die Zusam­men­ar­beit öffent­li­cher Ein­rich­tun­gen steht hier­bei nicht im Wett­be­werb mit Leis­tun­gen pri­va­ter Anbie­ter. Zu Guns­ten der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger soll sie des­halb nicht durch Umsatz­steu­er ver­teu­ert werden.
Die Neu­re­ge­lung wur­de not­wen­dig nach meh­re­ren Urtei­len des Bun­des­fi­nanz­ho­fes. Bereits im Koali­ti­ons­ver­trag setz­te die SPD durch, dass die inter­kom­mu­na­le Zusam­men­ar­beit steu­er­lich nicht belas­tet wer­den soll. Die­se Zusa­ge hat die SPD- Bun­des­tags­frak­ti­on in den Ver­hand­lun­gen zu die­sem Gesetz eingelöst.“