Wach­sen­de Flücht­lings­zah­len: Kom­mu­nen for­dern Bund und Län­der zu raschem Han­deln auf

Vor die­sem Hin­ter­grund begrüßt die Bun­des-SGK die auf dem Bund-Län­der-Tref­fen am 15. Sep­tem­ber 2015 zwi­schen der Bun­des­kanz­le­rin und den Minis­ter­prä­si­den­ten der Län­der getrof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen, als Schrit­te in die rich­ti­ge Rich­tung. Die Schaf­fung von 40.000 Plät­zen zur Erst­auf­nah­me durch den Bund ent­las­tet jedoch zunächst nur die Lan­des­ebe­ne und nicht die kon­kret betrof­fe­nen Kom­mu­nen. Beson­ders begrüßt die Bun­des-SGK die Schaf­fung von vier neu­en Dreh­kreu­zen für die Ver­tei­lung der Flücht­lin­ge. Wich­tig ist auch, dass der Bund dafür sor­gen will, dass künf­tig wie­der alle Bun­des­län­der gemäß dem König­stei­ner Schlüs­sel ihren Bei­trag leis­ten wer­den. Zu bedau­ern ist, dass die Kom­mu­nen, die die Haupt­last bei der Unter­brin­gung und Ver­sor­gung der Flücht­lin­ge tra­gen, an dem Tref­fen im Kanz­ler­amt nicht betei­ligt wurden.
Der für den 24. Sep­tem­ber geplan­te Flücht­lings­gip­fel von Bund und Län­dern muss zu kon­kre­ten Ergeb­nis­sen bezüg­lich der Finan­zie­rung und Ver­sor­gung der Flücht­lin­ge kom­men. Aus Sicht der Bun­des-SGK muss sich der Bund struk­tu­rell, dau­er­haft und umfas­send an den Kos­ten der Auf­nah­me der Flücht­lin­ge betei­li­gen. Dies kann am bes­ten über eine pau­scha­le und dyna­mi­sche Kos­ten­be­tei­li­gung pro Flücht­ling erfol­gen. Zudem muss drin­gend auch über die wei­te­re Inte­gra­ti­on und die Finan­zie­rung die­ser Auf­ga­be gespro­chen worden.
Der Stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der Bun­des-SGK und Vor­sit­zen­de der SGK NRW,
Frank Bara­now­ski, Ober­bür­ger­meis­ter von Gel­sen­kir­chen, erklär­te: Vor dem Hin­ter­grund des enor­men Zustroms von Flücht­lin­gen soll­ten Bund und Län­der grund­sätz­lich die der­zei­ti­gen Struk­tu­ren und Orga­ni­sa­ti­ons­for­men bei der Auf­nah­me von Flücht­lin­gen und den Asyl­ver­fah­ren hin­ter­fra­gen.“ Frank Bara­now­ski beton­te Bund und Län­der müs­sen nun rasch han­deln und die Kom­mu­nen bei der Auf­nah­me der Flücht­lin­ge bes­ser unter­stüt­zen. Ich bin Vize­kanz­ler Sig­mar Gabri­el per­sön­lich sehr dank­bar, dass er sich mit gro­ßem Enga­ge­ment für eine Ent­las­tung der Kom­mu­nen einsetzt.“