Jäger: Land will Inves­ti­ti­ons­mil­li­ar­de gerecht und unbü­ro­kra­tisch an Kom­mu­nen verteilen

Innen­mi­nis­ter Ralf Jäger: Das gibt unse­ren Kom­mu­nen wich­ti­gen Spiel­raum für drin­gend not­wen­di­ge Sanie­rungs­maß­nah­men und Inves­ti­tio­nen in ihre Infra­struk­tur. Dafür legen wir eine gerech­te, unbü­ro­kra­ti­sche und rechts­si­che­re Rege­lung vor“.
Der Gesetz­ent­wurf der Lan­des­re­gie­rung sieht vor, die För­der­mit­tel den nord­rhein-west­fä­li­schen Kom­mu­nen pau­schal zur Ver­fü­gung zu stel­len. Das gewähr­leis­tet, dass sie eige­ne Schwer­punk­te set­zen kön­nen. Unse­re Städ­te, Gemein­den und Krei­se wis­sen selbst am bes­ten, in wel­chen Berei­chen die Mit­tel sinn­voll ein­ge­setzt wer­den kön­nen“, beton­te Jäger. 

Die Ver­tei­lung der Mit­tel erfolgt nach den bewähr­ten Kri­te­ri­en des Gemein­de­fi­nan­zie­rungs­ge­set­zes (GFG). Dabei wer­den sowohl der Bedarf der Kom­mu­nen, als auch ihre Ein­nah­me­kraft berück­sich­tigt. Gera­de die durch Sozi­al­aus­ga­ben ver­ur­sach­ten Belas­tun­gen spie­geln sich in der Berech­nungs­sys­te­ma­tik des GFG wie­der. Dem Ver­tei­lungs­schlüs­sel wird der Mit­tel­wert der Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen der ein­zel­nen Kom­mu­nen für die­Jah­re 2011 bis 2015 zu Grun­de gelegt. Nach die­sem Kri­te­ri­um fließt die Hälf­te des Gel­des an 16 der 437 NRW-Kom­mu­nen, 75 Pro­zent der Mit­tel ver­tei­len sich danach auf 58 Kom­mu­nen. Mit die­sem Sys­tem stel­len wir sicher, dass das Geld bei den finanz­schwa­chen Kom­mu­nen ankommt, und damit dort, wo es am drin­gends­ten gebraucht wird“, erklär­te Ralf Jäger.
 
Der Kom­mu­nal­mi­nis­ter begrüß­te, dass der Eigen­teil der Kom­mu­nen bei Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur nur zehn Pro­zent betra­gen soll. Dies hilft den finanz­schwa­chen Kom­mu­nen, Geld aus dem Topf in Anspruch zu neh­men.“ Alle Inves­ti­tio­nen, die nach dem 30. Juni 2015 begon­nen wur­den, kön­nen geför­dert wer­den. Das Bun­des­ge­setz sieht vor, dass die För­der­gel­der bis zum Jahr 2018 ein­ge­setzt wer­den können.