Drei Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen das Min­dest­lohn­ge­setz unzulässig

Eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de von 14 aus­län­di­schen, auch im Inland täti­gen Trans­port­un­ter­neh­men genügt nicht dem Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät, denn die Unter­neh­men sind gehal­ten, sich zunächst an die Fach­ge­rich­te zu wen­den (1 BvR 555/15). Glei­ches gilt für einen 17-jäh­ri­gen Arbeit­neh­mer in der Sys­tem­gas­tro­no­mie, der eine Ver­let­zung von Art. 3 Abs. 1 GG rügt, weil Voll­jäh­ri­ge für die­sel­be Tätig­keit den gesetz­li­chen Min­dest­lohn erhal­ten (1 BvR 37/15); auch dar­über müs­sen zunächst die Fach­ge­rich­te ent­schei­den. Eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen die zeit­lich ver­zö­ger­te Ein­füh­rung des Min­dest­loh­nes für Zei­tungs­zu­stel­le­rin­nen und Zei­tungs­zu­stel­ler ist man­gels hin­rei­chen­der Anga­ben zur tat­säch­li­chen Situa­ti­on nicht hin­rei­chend sub­stan­ti­iert und des­we­gen eben­falls unzu­läs­sig (1 BvR 20/15).

Her­aus­ge­ber: Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Schloss­be­zirk 3, 76131 Karls­ru­he © Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt – 2014