NRW-Kom­mu­nen erhal­ten 2016 Rekord­sum­me vom Land

Pres­se­mit­tei­lung des MIK NRW. Düsseldorf.
Die Lan­des­re­gie­rung setzt mit dem Gemein­de­fi­nan­zie­rungs­ge­setz 2016 (GFG) die 2015 begon­ne­ne Umset­zung der Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge aus dem soge­nann­ten FiFo-Gut­ach­ten“ zur Wei­ter­ent­wick­lung des kom­mu­na­len Finanz­aus­gleichs kon­se­quent fort. So wer­den die Gel­der zwi­schen den Kom­mu­nen gerecht ver­teilt. Hier­zu gab es im ver­gan­ge­nen Jahr bereits einen inten­si­ven Aus­tausch mit den kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den“, erläu­ter­te der Kom­mu­nal­mi­nis­ter. Das Urteil der Ver­fas­sungs­rich­ter in Müns­ter aus dem letz­ten Jahr bestä­tigt uns dar­in, dass wir an der Grund­sys­te­ma­tik festhalten.“

Im GFG 2016 wer­den die Para­me­ter für den kom­mu­na­len Finanz­aus­gleich aus den aktu­ell vor­lie­gen­den Daten der Jahr­gän­ge 2009 bis 2012 ent­wi­ckelt. Dadurch ver­än­dern sich die Sprei­zung der Haupt­an­satz­staf­fel sowie Gewich­tungs­fak­to­ren der Neben­an­sät­ze. Betrof­fen ist haupt­säch­lich der Sozi­al­las­ten­an­satz, des­sen Gewich­tung ansteigt.

Die gute Steu­er­ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen Mona­te ist ein Grund für den Anstieg der Zuwei­sun­gen. Zusätz­lich wer­den die Kom­mu­nen seit 2010 nicht mehr zur Kon­so­li­die­rung des Lan­des­haus­halts her­an­ge­zo­gen und wie­der am Auf­kom­men des Lan­des an der Grund­er­werb­steu­er betei­ligt. Die Mehr­ein­nah­men von etwa 70 Mil­lio­nen Euro durch den höhe­ren Steu­er­satz für die Grund­er­werb­steu­er wer­den zur Aus­fi­nan­zie­rung der zwei­ten Stu­fe des Stär­kungs­pak­tes Stadt­fi­nan­zen ver­wen­det, um die Soli­da­ri­täts­um­la­ge beson­ders steu­er­star­ker Gemein­den zu begrenzen.

Die von der Lan­des­re­gie­rung beschlos­se­nen Eck­punk­te wer­den nun den kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den zur Stel­lung­nah­me zuge­lei­tet. Die Schät­zung basiert auf den Ein­nah­me­er­war­tun­gen des Lan­des nach der Mai-Steu­er­schät­zung für 2015. Die Pro­gno­se hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in der Ten­denz immer bestä­tigt. Wie viel jede Kom­mu­ne aus­ge­zahlt bekommt, wird erst in den nächs­ten Wochen fest­ste­hen, wenn die umfang­rei­chen Ein­zel­be­rech­nun­gen vorliegen.