Dal­drup: Demo­kra­tie braucht akti­ve Demokraten

Die­ser Vor­fall ist lei­der kein Ein­zel­fall. Auch in Dort­mund woll­ten Rechts­ex­tre­me vor dem Wohn­haus des Ober­bür­ger­meis­ters demons­trie­ren. In der Stadt wur­de jüngst ein Jour­na­list Opfer rechts­ex­tre­mer Gewalt, ein Vor­fall, der in eine Rei­he fort­ge­setz­ter Ein­schüch­te­run­gen und Bedro­hun­gen von Jour­na­lis­ten und ande­ren poli­tisch Akti­ven zu sehen ist.
Das kom­mu­nal­po­li­ti­sche Ehren­amt und die Zivil­ge­sell­schaft müs­sen im Kampf gegen Rechts gestärkt wer­den. Immer häu­fi­ger wer­den Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und Kom­mu­nal­po­li­ti­ker von Rechts­ex­tre­men unter Druck gesetzt oder offen bedroht. Es ist ein gesell­schaft­li­cher Skan­dal, wenn gewalt­be­rei­te Neo­na­zis die poli­ti­sche Agen­da bestim­men kön­nen. Der Wert ehren­amt­li­cher Kom­mu­nal­po­li­tik für die loka­le Demo­kra­tie ver­langt stär­ke­re Aner­ken­nung. Das poli­ti­sche Ehren­amt ist Enga­ge­ment für das Gemein­we­sen. Es braucht Rah­mend­be­din­gun­gen, die ein­la­den und ermu­ti­gen. Des­halb gehö­ren die Rah­men­be­din­gun­gen ehren­amt­li­cher Kom­mu­nal­po­li­tik auf den Prüfstand.
Das Prä­ven­ti­ons­pro­gramm Demo­kra­tie leben!“ von Fami­li­en­mi­nis­te­rin Manue­la Schwe­sig gegen jeg­li­che For­men von Extre­mis­mus stellt mit über 40 Mil­lio­nen Euro eine finan­zi­el­le Hil­fe für loka­le Akti­vi­tä­ten dar. Auch das Pro­gramm Enga­gier­te Stadt“ für mehr bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment unter­stützt loka­le Akteu­re in Zusam­men­ar­beit mit zivil­ge­sell­schaft­li­chen, wirt­schaft­li­chen und kom­mu­nal­po­li­ti­schen Part­nern. Geld allein reicht nicht. Im Kern ist das Enga­ge­ment aller loka­len Akteu­re gefor­dert, Demo­kra­tie und Men­schen­rech­te zu ver­tei­di­gen: Demo­kra­tie braucht akti­ve Demokraten.