Minis­ter Jäger: Für Städ­te und Gemein­den in NRW ver­lan­gen wir einen gerech­ten Anteil

Wir geben daher jeden ein­zel­nen Euro aus dem Bun­des­pro­gramm an die Kom­mu­nen wei­ter. Wir wis­sen, wie groß die Finanz­not in vie­len Städ­ten und Gemein­den in NRW ist”, beton­te Innen­mi­nis­ter Ralf Jäger. Umso wich­ti­ger sei es, dass NRW gerecht und ange­mes­sen von die­sen Finanz­mit­teln pro­fi­tie­ren wer­de. Mit dem Prin­zip Gieß­kan­ne kann den Städ­ten und Gemein­den in NRW nicht ziel­ge­rich­tet gehol­fen werden.

Wo die Finanz­hil­fe am drin­gends­ten gebraucht wird, soll sie auch ankom­men”, for­der­te Jäger. Bei der Ver­tei­lung der 3,5 Mil­li­ar­den Euro aus dem Inves­ti­ti­ons­fonds für finanz­schwa­che Kom­mu­nen soll­ten nach Ansicht des Innen­mi­nis­ters Kri­te­ri­en wie die Höhe der Arbeits­lo­sen­quo­te oder der Umfang der Kas­sen­kre­di­te von Städ­ten und Gemein­den und die Ein­woh­ner­zahl berück­sich­tigt wer­den. Ralf Jäger begrüß­te, dass der Eigen­teil der Kom­mu­nen bei Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur nur zehn Pro­zent betra­gen soll. Dies hilft gera­de den finanz­schwa­chen Kom­mu­nen, Gel­der aus dem Topf in Anspruch zu neh­men.” Um die Ver­tei­lung auf die nord­rhein-west­fä­li­schen Kom­mu­nen zu regeln, will der Innen­mi­nis­ter mög­lichst schnell Gesprä­che mit den Kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den füh­ren. Unse­re Städ­te und Gemein­den brau­chen Klar­heit, womit sie rech­nen kön­nen. Sie kön­nen sich dar­auf ver­las­sen, dass das Land sei­nen Anteil in vol­ler Höhe an die finanz­schwa­chen Kom­mu­nen wei­ter­lei­tet”, stell­te Jäger fest.

Außer­dem hält es der Minis­ter für längst über­fäl­lig, dass die Kom­mu­nen ange­sichts der rasant stei­gen­gen­den Sozi­al­kos­ten stär­ker ent­las­tet wer­den, um wie­der Hand­lungs­spiel­räu­me für die Zukunft zu bekom­men. Die Städ­te und Gemein­den erhal­ten erst­mals in 2015 jähr­lich eine Mil­li­ar­de Euro in Form eines erhöh­ten Gemein­de­an­teils an der Umsatz­steu­er und einer erhöh­ten Bun­des­be­tei­li­gung an den Kos­ten der Unter­kunft. Die­se Vor­ab-Ent­las­tung durch den Bund soll im Jahr 2017 um 1,5 Mil­li­ar­den auf 2,5 Mil­li­ar­den stei­gen. Ab 2018 war bereits eine jähr­li­che Ent­las­tung bei den kom­mu­na­len Sozi­al­kos­ten von fünf Mil­li­ar­den Euro zugesagt.

Die­se wei­te­re Ent­las­tung der kom­mu­na­len Etats hält Ralf Jäger für drin­gend not­wen­dig: Die schwar­ze Null des Bun­des hat bei den Kom­mu­nen immer grö­ße­re Haus­halts­lö­cher geris­sen. Und gera­de die nord­rhein-west­fä­li­schen Kom­mu­nen muss­ten in den letz­ten Jah­ren eine immer grö­ße­re Last durch die stei­gen­den Sozi­al­kos­ten tragen.”
Pres­se­mit­tei­lung des Minis­te­ri­ums für Inne­res und Kom­mu­na­les vom 10.03.2015