Öffent­lich geför­der­te Beschäf­ti­gung: Chan­ce zur Bekämp­fung von Langzeitarbeitslosigkeit

Kom­mu­na­le Prak­ti­ker haben ihre Erfah­run­gen aus der täg­li­chen Arbeit in der Kom­mu­ne genutzt, um ein pra­xis­na­hes Kon­zept zu ent­wi­ckeln, wel­ches Lang­zeit­ar­beits­lo­sen ohne Chan­ce auf eine Beschäf­ti­gung im ers­ten Arbeits­markt, einen dau­er­haf­ten Weg aus der Arbeits­lo­sig­keit aufzeigt.

Die bis­he­ri­gen Kon­zep­te der Ver­mitt­lung in Arbeit grei­fen zu kurz“, so Frank Bara­now­ski, Vor­sit­zen­der der SGK NRW und Ober­bür­ger­meis­ter von Gel­sen­kir­chen, für vie­le Arbeits­lo­se bie­tet die­ses Kon­zept die ein­zi­ge Chan­ce, wie­der lang­fris­tig am Arbeits­le­ben teil­ha­ben zu können.“

Die neu geschaf­fe­nen Arbeits­plät­ze müs­sen sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig und arbeits­ver­trag­lich gesi­chert sein, dür­fen aber auf gar kei­nen Fall zu einer Ver­drän­gung ordent­li­cher Beschäf­ti­gung füh­ren.“, ergänzt Bern­hard Dal­drup, Lan­des­ge­schäfts­füh­rer der SGK NRW. Viel­mehr han­delt es sich um Arbeits­plät­ze die zwar einen ech­ten Mehr­wehrt für den Arbeit­ge­ber dar­stel­len, an sich not­wen­di­ger­wei­se in einer Ver­wal­tung oder einem Betrieb aber nicht aus­ge­übt wer­den würden.

Als Bei­spiel führt das Papier unter ande­rem Haus­meis­ter­as­sis­ten­ten auf. Dies zeigt bereits, dass es sich nicht um eine Ver­drän­gung von ordent­li­cher Beschäf­ti­gung han­delt, son­dern um die Schaf­fung von zusätz­li­chen Arbeits­stel­len geht, die ansons­ten gar nicht geschaf­fen würden.

Zur Absi­che­rung sieht das Kon­zept auch die Ein­rich­tung einer Kom­mis­si­on mit den rele­van­ten Arbeits­markt­ak­teu­ren vor. Sie soll die Arbeits­plät­ze nach gemein­sam ent­wi­ckel­ten Kri­te­ri­en prü­fen und zulassen.

Am Ende des Pro­zes­ses steht natür­lich immer das Ziel einer dau­er­haf­ten sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Beschäf­ti­gung im ers­ten Arbeitsmarkt.