Bara­now­ski: Bund muss sich bewegen

Die Ver­bind­lich­kei­ten der nord­rhein-west­fä­li­schen Kom­mu­nen für die Auf­recht­erhal­tung der Zah­lungs­fä­hig­keit der Kern­haus­hal­te sind im Lau­fe des Jah­res 2012 um 7,1 Pro­zent gestie­gen. Wie Infor­ma­ti­on und Tech­nik Nord­rhein-West­fa­len als sta­tis­ti­sches Lan­des­amt mit­teilt, wie­sen die Kas­sen­kre­di­te zum Ende des Jah­res 2012 ein Volu­men von rund 23,7 Mil­li­ar­den Euro (1.329 Euro je Ein­woh­ner) auf.
Im Jahr 2011 hat­te das Kre­dit­vo­lu­men bei 22,1 Mil­li­ar­den Euro bzw. 1.241 Euro je Ein­woh­ner gele­gen. Die Belas­tung durch die­se kurz­fris­ti­gen Kre­di­te (Lauf­zeit bis zu einem Jahr) ist in den ein­zel­nen Kom­mu­nen unter­schied­lich: Von den kreis­frei­en Städ­ten des Lan­des wies Ober­hau­sen mit 6.895 Euro je Ein­woh­ner das höchs­te Kre­dit­vo­lu­men pro Kopf auf. Es folg­ten Hagen (5.779 Euro je Ein­woh­ner) und Rem­scheid (5.210 Euro je Einwohner).
Auf einen ähn­lich hohen Stand wie bei den Kas­sen­kre­di­ten sum­mier­ten sich Ende 2012 mit 22,7 Mil­li­ar­den Euro (1.272 Euro je Ein­woh­ner) auch die lang­fris­ti­gen Kre­di­te (sog. Inves­ti­ti­ons­kre­di­te). Sie lagen damit nahe­zu auf dem glei­chen Stand wie ein Jahr zuvor.
Ohne Ver­bind­lich­kei­ten sind nur zwei von 31 Krei­sen und nur 16 klei­ne und mit­tel­gro­ße Kom­mu­nen von 396. Die Ent­wick­lung zeigt, dass die Ent­las­tung von den Sozi­al­kos­ten in jedem Fall nötig ist, unab­hän­gig von der kon­junk­tu­rel­len Situa­ti­on“, so Bara­now­ski. Wir müs­sen aber auch mit dem Land im Gespräch blei­ben, trotz der Hil­fen aus dem Stär­kungs­pakt.“ Neue Belas­tun­gen, wie etwa im Bereich der Inklu­si­ons­po­li­tik, kön­nen die Kom­mu­nen nicht stemmen.
Im Kern sieht der SGK-Lan­des­vor­sit­zen­de aber nur dann Licht am Hori­zont, wenn sich der Bund bewegt. Ich begrü­ße des­halb die Ankün­di­gun­gen Peer Stein­brücks zur Ent­las­tung der Kom­mu­nen und den Inves­ti­ti­ons­pakt. Wir kön­nen die Kom­mu­nen näm­lich nicht kaputt­spa­ren. Auch die kom­mu­na­le Infra­struk­tur braucht drin­gend neue Investitionen.“