Jetzt ist auch der Bund am Zug

Die finan­zi­el­le Hil­fe durch den Stär­kungs­pakt Stadt­fi­nan­zen erreicht jetzt 61 Städ­te und Gemein­den, die ohne die Hil­fe des Lan­des sehen­den Auges in die Über­schul­dung gera­ten wür­den“, so Bara­now­ski.
Den­noch warnt der Gel­sen­kir­che­ner Ober­bür­ger­meis­ter vor zu viel Opti­mis­mus. Die 660 Mio. €, die jetzt aus dem Stär­kungs­pakt zur Ver­fü­gung ste­hen, wer­den ohne wei­te­re Ent­las­tung durch den Bund nicht nach­hal­tig sein, weil das Land allein die Finanz­mi­se­re der Kom­mu­nen allein nicht besei­ti­gen kann. 

Er appel­liert des­halb an den Bund, end­lich zu deut­li­chen Ent­las­tun­gen bei­zu­tra­gen. Die Kos­ten der Unter­kunft für Lang­zeit­ar­beits­lo­se und die Ein­glie­de­rungs­hil­fe für Men­schen mit Behin­de­run­gen sei­en Belas­tun­gen, an denen sich der Bund deut­lich stär­ker betei­li­gen muss“, so Bara­now­ski.
Aber auch auf der Lan­des­ebe­ne sieht der SGK-Lan­des­vor­sit­zen­de wei­te­ren Hand­lungs­be­darf: Die zwei­te Stu­fe darf nicht allein aus Mit­teln finan­ziert wer­den, die fak­tisch den Kom­mu­nen zuste­hen“, so Bara­now­ski. Die Hil­fen der Lan­des­re­gie­rung sei­en Mei­len­stei­ne, um den Kom­mu­nen aus der Finanz­mi­se­re zu hel­fen. Wenn aber in naher Zukunft nicht noch wei­te­re Kom­mu­nen in die Über­schul­dung gera­ten sol­len, muss sich die Finanz­aus­stat­tung für alle Kom­mu­nen ver­bes­se­ren. Auf Dau­er müs­sen wir die Ent­ste­hung des Feu­ers ver­mei­den, nicht nur die Brän­de löschen.“