SGK begrüßt das Tro­cken­le­gen von Steueroasen

Düs­sel­dorf. Der Lan­des­vor­sit­zen­de der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Gemein­schaft für Kom­mu­nal­po­li­tik (SGK NRW), Kre­felds Ober­bür­ger­meis­ter Frank Mey­er, gra­tu­liert Minis­ter­prä­si­dent Hen­drik Wüst und dem neu­en Lan­des­ka­bi­nett zur Wahl und wünscht der neu­en Lan­des­re­gie­rung eine glück­li­che Hand bei der Bewäl­ti­gung der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen. Die nächs­ten Jah­re wer­den dar­über ent­schei­den, ob die Ener­gie- und Mobi­li­täts­wen­de gelingt und NRW den Struk­tur­wan­del zum kli­ma­neu­tra­len Indus­trie­land erfolg­reich meis­tert“, so Meyer.

Mey­er begrüßt in dem Zusam­men­hang die Absicht der neu­en Lan­des­re­gie­rung die Kom­mu­nen beim Kli­ma­schutz und der Kli­ma­an­pas­sung stär­ker unter­stüt­zen zu wol­len. Er erwar­tet dabei aller­dings mehr finan­zi­el­le Zuwei­sun­gen durch das Land als es der Koali­ti­ons­ver­trag bis­her fest­schreibt. Die ver­spro­che­nen 300 Mil­lio­nen Euro pro Jahr für die 396 Städ­te und Gemein­den in NRW wer­den bei Wei­tem nicht aus­rei­chen, um den kom­mu­na­len Kli­ma­schutz lan­des­weit wei­ter zu for­cie­ren. Wir müs­sen schnel­ler und mehr inves­tie­ren, um Kom­mu­nen kri­sen- und kli­ma­fest zu machen“, so Meyer. 

Eben­falls hohen Inves­ti­ti­ons­be­darf sieht Mey­er im Bereich des öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs und bei der För­de­rung der Nah­mo­bi­li­tät mit Rad- und Fuß­ver­kehr. Ins­be­son­de­re Alter­na­ti­ven zum Auto wie Rad­schnell­we­ge sei­en in den letz­ten Jah­ren gera­de­zu stief­müt­ter­lich behan­delt wor­den. Mey­er hofft des­halb auf mehr Tem­po“ unter Schwarz-Grün für die kli­ma­freund­li­chen Mobilität.

Was den Kern der Kom­mu­nal­fi­nan­zie­rung angeht sind die Aus­sa­gen von CDU und den Grü­nen der SGK NRW bis­her deut­lich zu wage. Wir hat­ten eine kla­re Aus­sa­ge dazu erwar­tet, wie künf­tig der kom­mu­na­le Anteil an den Ein­nah­men des Lan­des erhöht wird“, so Mey­er. Die Lösung des Alt­schul­den­pro­blems kann unse­rer Ein­schät­zung nach nur dann dau­er­haft zu aus­ge­gli­che­nen Haus­hal­ten füh­ren, wenn auch die Grund­fi­nan­zie­rung der Kom­mu­nen aus­kömm­lich ist.“

In dem Zusam­men­hang freut sich Mey­er über das kla­re Bekennt­nis der neu­en Lan­des­re­gie­rung kom­mu­na­le Steu­er­oa­se“ tro­cken­le­gen zu wol­len. Steu­er­dum­ping und Steu­er­flucht ent­ge­gen­zu­tre­ten, hat­te die CDU-geführ­te Vor­gän­ger­re­gie­rung stets abge­lehnt. Gut, dass hier nun ein Umden­ken erfolgt“, so Meyer.

Mey­er wur­de im März die­ses Jah­res zum neu­en Vor­sit­zen­den der SGK NRW gewählt. Die SGK NRW mit rund 8.500 Mit­glie­dern ist die größ­te kom­mu­nal­po­li­ti­sche Ver­ei­ni­gung in NRW. Sie ver­tritt die Inter­es­sen der ehren­amt­li­chen Mit­glie­der in Stadt­rä­ten, Kreis­ta­gen genau­so wie der haupt­amt­li­chen täti­gen Kom­mu­na­los“ wie Bür­ger­meis­ter und Landräte.