Frank Mey­er ist neu­er Lan­des­vor­sit­zen­der der SGK NRW

Kom­mu­nal­po­li­tik mit Herz und Verstand“

Düs­sel­dorf. Mit einem Traum­er­geb­nis von 96,86 % wur­de Kre­felds Ober­bür­ger­meis­ter Frank Mey­er am Sams­tag im Mari­tim Hotel am Flug­ha­fen Düs­sel­dorf zum neu­en Vor­sit­zen­den der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Gemein­schaft für Kom­mu­nal­po­li­tik in NRW (SGK NRW) gewählt. Er tritt damit die Nach­fol­ge von Frank Bara­now­ski an. Der ehe­ma­li­ge Ober­bür­ger­meis­ter von Gel­sen­kir­chen stand der SGK 15 Jah­re lang vor und kan­di­dier­te nicht mehr für den Vorsitz. 

Mey­er lob­te die Ver­diens­te von Bara­now­ski in sei­ner Vor­stel­lungs­re­de und bedank­te sich für die lan­ge und erfolg­rei­che Arbeit sei­nes Amts­vor­gän­gers. Du hast die Kom­mu­nal­po­li­tik immer mit Herz und Ver­stand in NRW aber auch deutsch­land­weit ver­tre­ten. Du hin­ter­lässt gro­ße Fuß­stap­fen“, erklär­te Meyer. 

Die SGK NRW mit rund 8.500 Mit­glie­dern ist die größ­te kom­mu­nal­po­li­ti­sche Ver­ei­ni­gung in NRW. Sie ver­tritt die Inter­es­sen der ehren­amt­li­chen Mit­glie­der in Stadt­rä­ten, Kreis­ta­gen genau­so wie der haupt­amt­li­chen täti­gen Kom­mu­na­los“ wie Bür­ger­meis­ter und Landräte. 

Inhalt­lich befass­te sich die Kon­fe­renz mit einem brei­ten The­men­spek­trum der kom­mu­nal­po­li­ti­schen Pra­xis. Die­ses reich­te von der Stär­kung des öffent­li­chen Gesund­heits­diens­tes über die Abschaf­fung der Stra­ßen­bau­bei­trä­ge in NRW bis hin zur Umset­zung der UN-Nach­hal­tig­keits­zie­le auf kom­mu­na­ler Ebene. 

Haupt­red­ner auf der Ver­samm­lung der 450 Dele­gier­ten, die digi­tal teil­nah­men, war der Spit­zen­kan­di­dat der NRW­SPD, Tho­mas Kutsch­tay. Die­ser beton­te in sei­ner kämp­fe­ri­schen Rede, dass ohne star­ke Städ­te, Krei­se und Gemein­den kein Staat zu machen sei“ und ver­sprach deut­lich mehr Unter­stüt­zung für die Kom­mu­nen von einer sozi­al­de­mo­kra­tisch geführ­ten Lan­des­re­gie­rung. CDU und FDP ist es in fünf Jah­ren Regie­rungs­zeit nicht gelun­gen, eine Alt­schul­den­lö­sung auch nur im Ansatz zu prä­sen­tie­ren. Hier hat auch Minis­ter­prä­si­dent Wüst auf gan­zer Linie ver­sagt. Wir wer­den dar­um ein eige­nes Modell vor­le­gen. Wir füh­ren die Kom­mu­nen wie­der in siche­res Fahr­was­ser zurück“, beton­te Kutschaty. 

In einem ein­stim­mig ver­ab­schie­de­ten Antrag erklä­ren die sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und ‑poli­ti­ker ihre Soli­da­ri­tät mit dem Men­schen in der Ukrai­ne und for­dern ein Ende der Kampf­hand­lun­gen. Für die Bewäl­ti­gung der Fol­gen des Angriffs­krie­ges erwar­ten sie ins­be­son­de­re vom Land mehr Koor­di­na­ti­on bei der Erfas­sung und Unter­brin­gung der geflüch­te­ten Men­schen, die nach NRW kom­men. Zudem for­dern sie das kla­re Bekennt­nis des Lan­des, dass am Ende die Städ­te und Gemein­den bei den Kos­ten nicht im Regen ste­hen gelas­sen wer­den“, wie es Frank Mey­er in sei­ner Antritts­re­de betonte. 

Den Vor­stand der SGK NRW kom­plet­tie­ren die stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den Olaf Scha­de (Land­rat des Enne­pe-Ruhr-Krei­ses), Micha­el Stock (Bür­ger­meis­ter von Weg­berg), Mari­on Wei­ke (Vor­sit­zend der SPD-Kreis­tags­frak­ti­on Güters­loh) sowie der Schatz­meis­ter Tim Käh­ler (Bür­ger­meis­ter von Her­ford) und der Schrift­füh­rer Hen­ning Gro­nau (Bür­ger­meis­ter von Erndte­brück) sowie 19 Bei­sit­ze­rin­nen und Bei­sit­zer aus ganz NRW.