Nicht­han­deln des Lan­des grenzt an unter­las­se­ne Hilfeleistung

Düs­sel­dorf. Die sie­ben-Tage-Inzi­denz in NRW liegt heu­te bereits bei 162,7 und über­schrei­tet den bun­des­wei­ten Wert. Nur noch zwei Kom­mu­nen lie­gen unter einem Wert von 100. Zahl­rei­che Kom­mu­nen haben die Gren­ze von 200 schon über­schrit­ten. Wer aber auf eine lan­des­wei­te Reak­ti­on war­tet, war­tet vergebens. 

Kei­ne lan­des­ein­heit­li­che Not­brem­se, kein lan­des­ein­heit­li­cher Brü­cken-Lock­down. Die Lan­des­re­gie­rung spielt den Schwar­zen Peter den Städ­ten und Gemein­den zu. Schul­schlie­ßun­gen, Kita­schlie­ßun­gen, Kon­takt­re­geln – Städ­te und Gemein­den wer­den auf­ge­for­dert, eigen­stän­di­ge Rege­lun­gen zu erlassen.

Frank Bara­now­ski, Vor­sit­zen­der der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Gemein­schaft für Kom­mu­nal­po­li­tik: Wie NRW die Städ­te und Gemein­den im Regen ste­hen lässt, ist bun­des­weit ein­ma­lig. In ande­ren Län­dern wer­den lan­des­wei­te Not­brem­sen gezo­gen, in NRW pas­siert: Nichts. 

Fol­ge: der Fli­cken­tep­pich wird immer grö­ßer, die Nach­voll­zieh­bar­keit und damit auch die Akzep­tanz von Regeln wird immer schwieriger. 

Frank Bara­now­ski: Das Nicht­han­deln der Lan­des­re­gie­rung trotz dra­ma­tisch stei­gen­der Zah­len grenzt an unter­las­se­ne Hilfeleistung!